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Düsseldorf
Rheinturm-Uhr wird zur Tour immer noch nicht leuchten

Düsseldorf: Rheinturm-Uhr wird zu Tour de France 2017 nicht leuchten
Die "Lichtzeitpegel" am Rheinturm bleiben zum Tour-Start dunkel. FOTO: Krebs, Andreas
Düsseldorf. Wenn am ersten Juli-Wochenende die diesjährige Tour de France in Düsseldorf ihren Anfang nimmt und hunderttausende Besucher in der Stadt sind, wird eine Sehenswürdigkeit leider nicht zu bewundern sein: Die Uhr am Rheinturm bleibt dunkel. Die Reparaturarbeiten dauern länger als gedacht.  Von Christoph Schroeter

Das bestätigte Branka Krvopic, Sprecherin des Rheinturm-Besitzers IDR, unserer Redaktion. Da es sich bei den defekten Leuchten um Spezialanfertigungen handele, gebe es "leider nicht 50 Lieferanten, die Ersatzteile anbieten", so Krvopic.

Man gehe davon aus, dass die "Lichtzeitpegel" genannte Uhr Ende Juli wieder in ihrer ganzen Pracht erstrahlen werde. Leider einen Monat zu spät für das Tour-Spektakel.

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Man werde nun alle 62 Lampen des Kunstwerks erneuern und auch die dahinter liegende Sicherheitstechnik, erklärte die Sprecherin. Auf den Einsatz des Rheinkometen habe die defekte Uhr ab er keinen Einfluss, dieser werde wie geplant erstrahlen.

Die Lampen waren Ende Mai ausgefallen. Die genau Ursache dafür ist nicht klar. Möglicherweise war ein Blitzeinschlag schuld. Der Künstler Horst H. Baumann, der die Uhr erschaffen hat, sagte gegenüber dem "Express", er habe das "Hau den Lukas"-Spektakel Ende Mai in Verdacht, für den Ausfall der Uhr verantwortlich zu sein.

Das ist der Düsseldorfer Rheinturm FOTO: Endermann, Andreas

Uhr sollte eigentlich an der Kniebrücke erstrahlen

Baumann hatte die Uhr Mitte der 1970er-Jahre ursprünglich für einen Brückenpylon der Rheinkniebrücke erdacht. Weil sich dort aber nur 21 Lampen hätten montieren lassen können, konnte das Projekt damals nicht realisiert werden.

Mit dem Bau des über 240 Meter hohen Rheinturms in den Jahren 1987 bis 1982 gab es dann doch noch ein Gebäude mit ausreichender Höhe für die Lichtskulptur. Insgesamt verfügt der Turm über 62 Leuchten, 39 davon werden für die eigentliche Zeitanzeige verwendet. Die übrigen 23 Lichter trennen die Lampen-Gruppen von Stunden, Minuten und Sekunden.

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Ursprünglich waren in den Leuchten 100-Watt-Glühlampen verbaut, wie sie auch in Ampeln verwendet werden bzw. wurden. 2003 wurden diese dann durch 12-Watt-LEDs ersetzt, diese wiederum 2010 durch 9-Watt-LEDs. Der Stromverbrauch konnte dadurch um rund 90 Prozent gesenkt werden.

 
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