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Rocker beteiligt?
Schutzgeld-Ermittlungen nach Attacke auf Düsseldorfer Pizzeria

Düsseldorf: Rocker sollen Pizzeria angegriffen haben - Ermittlungen wegen Schutzgeld
Serracettin Duramaz hängt in der Pizzeria Munzur in der Düsseldorfer Altstadt Zettel mit der Aufschrift "Kein Schutzgeld, keine Pizza, Hausverbot für Hells Angels" auf. FOTO: Oliver Wiegand
Düsseldorf. Wird in der Düsseldorfer Altstadt von Rockern Schutzgeld verlangt? Nach der Attacke mit 44 Verletzten in einer Pizzeria geht die Polizei nun diesem Verdacht nach.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Schutzgeld-Erpressung eingeleitet. Das sagte ein Polizeisprecher am Dienstag auf Anfrage. Rocker aus dem Umfeld der Hells Angels sollen für den Angriff an Altweiber in der Altstadt verantwortlich sein. Ein Rechtsanwalt teilte mit, die Hells Angels hätten mit dem Vorfall nichts zu tun.

In der Pizzeria waren 34 Menschen durch Tränengas verletzt worden und in der Folge zehn Beamte. Der Pizzeria-Inhaber hatte unserer Redaktion gesagt, ein hochrangiger Rocker der Hells Angels sei am Donnerstag erschienen und habe Anteile am Geschäft verlangt. Als er abgelehnt habe, sei eine halbe Stunde später der Angriff erfolgt.

Düsseldorf - Video vom Angriff auf Pizzeria in der Altstadt

Hinter einer Attacke auf einen Döner-Imbiss im vergangenen November sollen ebenfalls Rocker aus dem Umfeld der Hells Angels stecken. Der Laden war damals vom selben Gastronom eröffnet worden, ebenfalls in der Düsseldorfer Altstadt.

Rechtsanwalt bestreitet Verbindung zu Hells Angels

Rechtsanwalt Wolf Bonn, der die Hells Angels regelmäßig vertritt, bestritt am Dienstag, dass es sich um eine Attacke der Rockergruppe gehandelt habe. Es werde zwar gegen einen Mandanten der Kanzlei im Zusammenhang mit der Pizzeria-Attacke ermittelt. Dieser Mandant sei auch Mitglied des vor wenigen Wochen aufgelösten Hells-Angels-Charters "D-City" gewesen. Die Angelegenheit stehe aber dennoch nicht mit den Hells Angels in Verbindung.

Die Ortsgruppe "D-City" hatte sich erst vor wenigen Wochen aufgelöst, nachdem mehr als 400 Polizisten eine Party der Rocker gesprengt hatten.

(lsa/lnw)
 
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