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Düsseldorf
Schadowstraße in der Diskussion

Düsseldorf - Schadowstraße in der Diskussion
Die Schadowstraße wird noch bis 2018 umgestaltet. FOTO: HJBA
Düsseldorf. Die Stadt hat eine Gruppe Künstler gebeten, Impulse zur Neugestaltung der Schadowstraße zu geben - und kaum ein stadtplanerisches Thema wurde so debattiert wie dieses. Der Entwurf sieht bunte Beleuchtung an den Fassaden, grüne Inseln an der Einmündung zur Liesegangstraße, parkettartiges Pflaster und einen Radweg in der Mitte vor. Von Denisa Richters

Fast 1000 Bürger hatten dazu per Internet ihre Meinung abgegeben, weitere Entwürfe wurden eingereicht. All das soll in die weiteren Planungen einfließen. Die Politik will Teams aus Architekten, Landschafts- und Lichtplanern beauftragten. Am Donnerstag wurde erst mal ein Meinungsbild aus den Anregungen präsentiert.

Bürger wollen Radweg und viel Grün auf der Schadowstraße

Repräsentativ ist das sicher nicht, zu manchen Themen gab es nur eine Handvoll Äußerungen. Dennoch lassen sich Tendenzen ablesen: Viele plädieren für einen Radweg, der soll aber klar abgegrenzt sein; auch eine reine Fußgängerzone steht hoch im Kurs. Die Begrünung soll durchgängig sein, Gastronomie und Spielmöglichkeiten für Kinder sollen eine starke Rolle spielen. Die Stadt hat einen Vorschlag abgeleitet: Laufzonen auf beiden Seiten der Straße, im sonnigen nördlichen Bereich Gastronomie, auf der Südseite der Radweg, dazwischen eine Baumallee.

Im Publikum kam das unterschiedlich an. Ein Neu-Düsseldorfer fühlte sich an eine Fluss-Begradigung erinnert und forderte mehr Natürlichkeit. "Entsetzt" zeigte sich Alexander Fils (CDU), wie einst russische Pop-Art-Künstler versuche die Stadt "das absolute Wunschbild" zu ermitteln. Marita Spillner (SPD) sah hingegen die Bürgerwünsche gut umgesetzt. Bruno Braun vom Bund Deutscher Architekten (BDA) lobte das Verfahren, ihm fehlten aber die Bedürfnisse der Gewerbetreibenden. Besser sei deshalb ein "wirklich offener Wettbewerb".

Bilder: Die Gestaltungsideen für die Schadowstraße FOTO: Stadt Düsseldorf

RP-Podium im Maxhaus "Neue Chance für die Schadowstraße" ist der Titel einer Veranstaltung, zu der die Rheinische Post und das Maxhaus am 26. November einladen. Die Podiumsdiskussion findet statt im Maxhaus, Schulstraße 11, um 18.30 Uhr. Auf dem Podium sind unter anderen Einzelhändlerin Karin Bornemeyer, Bruno Braun (BDA), Joachim Faust (HPP), Johanna Groeneweg de Kroon (Kaufhof Wehrhahn, City-Ring), Tita Giese (Platzgestalterin), Künstlerin Andrea Knobloch sowie Vertreter der Stadt. Anmeldung unter www.rheinischepostmediengruppe.de oder unter eintrittskarten@maxhaus.de sowie unter Telefon 0211 9010 252.

Quelle: RP
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