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U-Bahn in Düsseldorf
So klappt’s mit dem Handy in der neuen Wehrhahn-Linie

Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie
Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie FOTO: dpa, skm sab
Düsseldorf. Unterwegs die Mails checken, Partyfotos posten oder telefonieren - auch in Straßenbahnen werden Handys viel genutzt. Schlechter Empfang ist ein echtes Ärgernis. Wie sieht es damit im Tunnel der neuen Wehrhahn-Linie aus?  Von Ines Räpple

Smartphone-Nutzer sind Höchstgeschwindigkeit gewohnt. Wenn dann die Bahn am Bilker Bahnhof in die Röhre fährt und das Display statt LTE nun Edge anzeigt, gibt es lange Gesichter. Ein anderer O2-Nutzer berichtet uns, dass er zumindest 3G hat und auf dem Weg vom Wehrhahn zum Graf-Adolf-Platz sogar ein Video auf Snapchat gespostet habe. Twittern mit Base funktioniert einwandfrei, telefonieren und surfen mit Vodafone auch.

Auf dem Weg in die U-Bahn-Station Kirchplatz gibt es hingegen mit 1&1 (Vodafone bzw. Base) Probleme auf der Rolltreppe: Mit jedem Meter nach unten wird der Empfang schlechter. Dafür zeigt das Handy in der U-Bahn Richtung Schadowstraße wieder volles Netz an, auf der Rolltreppe nach oben hakt es jedoch erneut.

Rheinbahn ist noch beim Feinschliff

Die geschilderten Probleme sollen jedoch bald der Vergangenheit angehören. Denn die alten und neuen Tunnelröhren wurden mit mehr Antennen und Repeatern ausgestattet, um den Untergrund "auszuleuchten". "Der Feinschliff kommt jetzt noch. Durchzumessen und zu testen geht erst unter Betrieb", sagt dazu Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. Vodafone ist in der Düsseldorfer U-Bahn als "Generalunternehmer" auch für die anderen Netze verantwortlich und hat die Technik vor dem Start der Wehrhahn-Linie auf den neuesten Stand gebracht und erweitert. 

"Es wurde eine Messfahrt gemacht, die noch genau ausgewertet muss. Aber es sieht so aus, als ob wir tatsächlich an der Einfahrt in Bilk noch nachsteuern müssen", sagt ein Vodafone-Sprecher. Ein Funkloch im alten Tunnel zwischen den Haltestellen Heinrich-Heine-Allee und Tonhalle sei inzwischen ausgemerzt. So ein Netz sei "ein lebendes Objekt" und werde immer mal wieder "punktuell nachgebessert".

131 Antennen für guten Empfang

Insgesamt gibt es in der U-Bahn statt 39 nun 131 Antennen. Die Anzahl der Repeater, die die Signale der Antennen verstärken, wurde um acht auf 26 aufgestockt. Der so genannte "HSPA+-Standard" ermöglicht Bandbreiten von bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde. Der Ausbau auf LTE ist für den Sommer 2016 geplant.

Der Frage nach einer Ausstattung mit WLAN steht man bei der Rheinbahn sehr skeptisch gegenüber. "Es gibt noch keine endgültige Entscheidung. Aber es wäre sehr aufwändig und wir fragen uns ernsthaft: Für wen würden wir das machen?", sagt Sprecher Schumacher. "Heutzutage haben doch alle eine Flatrate. Und wenn es einen guten Empfang gibt, dann haben 99 Prozent der Bahnfahrer Zugang zum Netz." Das "knappe Geld" würde man dafür eigentlich nicht ausgeben wollen. Während die Deutsche Bahn Funklöcher in ihren Zügen auf dem Land mit WLAN auffängt, sehe es in einem Ballungsgebiet wie Düsseldorf anders aus.

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Die Wehrhahnlinie in 180 Sekunden erklärt
(irz)
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