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Düsseldorf
Stadt ist bereit für die Tischtennis-WM

Düsseldorf: Stadt ist bereit für die Tischtennis-WM 2017
Doppel-Europameisterin Sabine Winter posiert mit dem überdimensionalen Tischtennis-Schläger an der Kö. FOTO: Düsseldorf Congress
Düsseldorf. Vom 29. Mai bis 5. Juni findet in den Hallen der Messe Düsseldorf das Großereignis statt. Mit zahlreichen Aktionen wird der Sport momentan überall in Düsseldorf beworben. Von Tino Hermanns

Andreas Preuß und sein Team haben derzeit jede Menge Arbeit. Der Manager von Borussia Düsseldorf ist für die International Tabletennis Federation (ITTF) und den Deutschen Tischtennis Bund (DTTB) der Ansprechpartner vor Ort für die Tischtennis-Weltmeisterschaft. Die wird vom 29. Mai bis 5. Juni in den Hallen der Messe Düsseldorf gespielt. "Es gibt keinen anderen Ort in Deutschland, der die Weltmeisterschaft mehr verdient hat als Düsseldorf. Kein anderer Ort steht mehr für Tischtennis", erklärt Preuß. "Wir haben hier eine nachhaltige Infrastruktur."

Angefangen bei den mehr als 50 Vereinen, die flächendeckend ihre Trainingsstunden für alle Altersklassen anbieten, über die Verbandsförderzentren bis hin zum Deutschen Tischtennis Zentrum (DTTZ) am Staufenplatz. Dort schlägt das Herz des deutschen Tischtennissports, denn auch ein paralympisches Trainings- und Turnierzentrum, das deutsche Tischtennis-Internat und Europas erfolgreichster Tischtennis-Verein, eben die Borussia, sind dort beheimatet. Täglich trainieren in den drei Hallen einige der weltbesten Spieler. Natürlich angeführt von den Borussen Timo Boll (Weltranglisten-Platz 8), Stefan Fegerl (21), Kristian Karlsson (23) und Anton Källberg (97).

Preuß und die Borussen setzen die Ideen der Verbände und ihre eigenen in verschiedene Aktionen, Projekte und Kampagnen um. So machten die Borussen unter anderem alle 2500 Viert- und Fünftklässler, die beim "Pausenkönig" die besten Rundlaufspieler Düsseldorfs ermittelten, auf die WM aufmerksam. Zudem spielten Borussen bei einem Fortuna-Heimspiel Tischtennis, und sie werden auch noch bei Henkel, bei der "Weißen Flotte", an der Uni, beim Japan-Tag (20. Mai) und bei der Rheinischen Post vorstellig, schicken ihr Tischtennis-Mobil in nahezu alle sozialen Einrichtungen, spielen heute auf dem Arag-Tower, organisieren die "längste Tischtennis-Theke der Welt" - und TTX auf dem Burgplatz. TTX ist die neue Freiluft-Variante des Sports mit einem schwereren und damit weniger windanfälligen Ball.

"Ich denke, die Tischtennis-WM ist inzwischen auch in den Köpfen der Düsseldorfer angekommen", meint Preuß. "In meinem Wohnumfeld haben sich vier Familien jetzt eine Platte zugelegt und viele Kinder rennen uns im Verein die Bude ein. Wir haben inzwischen in der Altersklasse fünf, sechs, sieben Jahre ein Kapazitätsproblem." Und auch Oberbürgermeister Thomas Geisel, der viele Heimspiele der Borussia besucht, kann sich der Faszination einer der schnellsten Ballsportarten der Welt nicht entziehen. Gestern posierte der Oberbürgermeister mit einem überdimensionierten Schläger vor dem Rathaus.

Fast nebenbei organisiert das Preuß-Team aktuell das Champions League Final-Heimspiel (7. Mai, 13 Uhr) im DTTZ gegen TTC Fakel Gazprom Orenburg (Russland), koordiniert Lehrgänge der deutschen und einiger anderer Tischtennis-Nationalmannschaften zur WM-Vorbereitung im DTTZ. "Die Schweden, Kroaten und Russen waren schon hier. Die Mannschaften aus Hongkong und Indien bestreiten ihre komplette WM-Vorbereitung im DTTZ. Die Österreicher kommen vom 12. bis zum 18. Mai zu einem Lehrgang", erläutert Preuß. Dann ist unter anderem der Weltranglistensiebte Wong Chun Ting und die Weltranglistenzwölfte Hoi Kem Doo am Staufenplatz. Die deutschen Nationalspielerinnen, angeführt von Han Ying (Weltrangliste 9) sind sowieso ständig im DTTZ, denn sie wohnen fast alle in Düsseldorf.

Quelle: RP
 
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