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Düsseldorf
Neue Stadtbibliothek soll vor dem Hauptbahnhof entstehen

Düsseldorf: Stadtbibliothek soll vor dem Hauptbahnhof entstehen
Zur besseren Ansicht klicken Sie bitte auf die Grafik. FOTO: dpa Infografik
Düsseldorf. Seit Jahren wird nach einem neuen Standort für die zentrale Stadtbücherei gesucht. Jetzt kommt vermutlich ein Standort zum Zug, der bereits vor einigen Jahren in die Diskussion geworfen wurde: das Postamt 1 an der Karlstraße gegenüber vom Hauptbahnhof. Von Uwe-Jens Ruhnau

Im Planungsausschuss wurden gestern dafür die Weichen gestellt. Die Verwaltung legte eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie einen Bebauungsplan-Vorentwurf vor, damit das Gebäude nicht nur durch die Post (Gemeinbedarf), sondern auch als Kerngebiet genutzt werden darf. Dann sind der Einzug der Bücherei sowie die Ansiedlung eines Supermarktes im Erdgeschoss möglich.

Für die Bücherei wäre der Umzug ein Segen. Schon seit Jahren versuchen Stadtverwaltung und Politiker, dem unter Platznot stöhnenden Bibliothekschef ein neues Domizil zu verschaffen. Zuletzt hatte sich Bürgermeister Friedrich Conzen (CDU) dafür eingesetzt, dass die Bibliothek in den ehemaligen Kaufhof an der Berliner Allee einzieht. Dort aber gibt es bald auf 12.000 Quadratmetern den Supermarkt Zurheide.

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Die Bücherei hat aktuell zwar genug Platz, um ihre 450 000 Medien zu präsentieren. Diese Zahl soll auch gar nicht erhöht werden. Was aber beim aktuellen Standort Bertha-von-Suttner-Platz in ausreichender Zahl fehlt, sind Arbeitsplätze und Arbeitsräume. Derzeit sind es nur 218 Arbeitsplätze, benötigt würde die dreifache Zahl. Immer wieder ist wegen dieser Knappheit von Konflikten zwischen den Besuchern zu hören - eine Herausforderung für das Personal. Zudem wächst die Zahl der Menschen, die in der Bibliothek mit anderen lernen möchten.

Die Nutzung der Handys sorgt ebenfalls für Konflikte. Die könne man nicht verbieten, ist zu hören, auch weil sie - WLan ist vorhanden - für Recherchezwecke genutzt werden. Unter dem Strich soll die Fläche von heute knapp 8000 Quadratmetern nahezu verdoppelt werden. Die Stadtspitze hat die Bibliotheksleitung um eine Stellungnahme zum neuen Standort gebeten. Die Beurteilung ist positiv. Nun ist die Frage, ob die Politiker mitziehen, einige erwägen einen Verbleib am alten Standort.

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Die Stadtspitze hat einen weiteren Effekt im Blick. Oberbürgermeister Thomas Geisel erwägt eine Konzentration von Angeboten der Volkshochschule in den Flächen am Bertha-von-Suttner-Platz. Dadurch würden Flächen an der Franklinstraße frei: ein großer Gebäudekomplex, in dem vor allem Schulabschlüsse erworben werden können. Der mächtige alte Komplex liegt zentral mitten in einer Wohnstraße, es böte sich folglich eine Umnutzung in Wohnraum an.

Quelle: RP
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