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Düsseldorf
Student rettet Ente aus U-Bahn-Tunnel

Düsseldorf: Student rettet Ente aus U-Bahn-Tunnel
Enten-Retter Louis Martin im letzten Sommerurlaub. FOTO: Louis Martin
Düsseldorf. Eine Ente auf den Gleisen hat am Wochenende die Fahrt einer Straßenbahn in Düsseldorf unterbrochen. Weil es dem Bahnfahrer nicht gelang, den Vogel einzufangen, bat er die Fahrgäste um Hilfe. Student Louis Martin hatte Erfolg, verlor bei der Aktion allerdings kurzzeitig sein Handy.

Diese Bahnfahrt wird Louis Martin noch lange in Erinnerung bleiben. Der 20-jährige Biologie-Student war am Freitagabend gegen 21 Uhr mit der U75 auf dem Heimweg nach Eller, als der Zug auf der Tunnelrampe zwischen den Haltestellen Kettwiger Straße und Ronsdorfer Straße anhalten musste. Eine Ente befände sich auf den Gleisen, und die müsse er nun einfangen, teilte der Rheinbahnfahrer per Durchsage mit. Das gelang allerdings nicht, und so bat er die Fahrgäste um Mithilfe.

Louis Martin stieg aus und verfolgte die Ente, die sich mittlerweile in den U-Bahn-Tunnel hineinbewegt hatte. Da sie nicht zu greifen war, kam er auf die Idee, seine Jacke auf das Tier zu werfen. Der Plan ging auf und Martin nahm das in das Kleidungsstück eingehüllte Tier mit in die Bahn. "Ich habe die Ente so eingewickelt, dass der Kopf herausschaute", sagt Martin. Drei Haltestellen weiter konnte er die Ente Rheinbahnmitarbeitern übergeben, die sie zur Tierrettung brachten.

Viel Zuspruch in den sozialen Netzwerken

"Das war ein abenteuerliches Erlebnis", sagt Martin - und beinahe wäre es auch ein teures geworden. Denn der Student hatte bei der Rettungsaktion sein Handy, das sich in seiner Jacke befunden hatte, verloren. Martin fiel dies schnell auf und benachrichtigte die Rheinbahn. Eine Stunde später kehrte er an den Ort des Geschehens zurück und fand in Begleitung von Rheinbahnmitarbeitern sein Telefon im Gleis. Er hatte es mittels eines Laptops orten können. In dem sozialen Netzwerk Jodel, in dem Martin sein Erlebnis geteilt hatte, bekam er für die Aktion über das Wochenende viel Zuspruch. "Darüber habe ich mich sehr gefreut", sagt er.

Am Freitagabend war nach Auskunft der Rheinbahn an der Stelle eine weitere Ente gerettet worden. Diese sei aber kurz darauf gestorben. Ihr seien keine weiteren Fälle bekannt, bei denen sich in der Vergangenheit Enten an der Rampe an der Erkrather Straße im Gleis befunden hätten, sagte Unternehmenssprecherin Heike Schuster.

(jaw)
 
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