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Düsseldorf
Tuberkulose bei Flüchtling bestätigt

Die wichtigsten Fakten über Tuberkulose
Die wichtigsten Fakten über Tuberkulose FOTO: Puwadol Jaturawutthichai/ SHutterstock.com
Düsseldorf. Bei dem 30-jährigen Algerier, der in der Flüchtlingsunterkunft an der Rather Straße untergebracht war und seit Montag in der Uni-Klinik isoliert ist, hat sich der Verdacht auf offene Tuberkulose bestätigt.

Nach Angaben der Stadt werden nun sechs Kontaktpersonen, die mit dem Mann in der Unterkunft in einem abgetrennten Bereich untergebracht waren, untersucht.

Gefahr sei aber nicht im Verzug: Sollten sie akut infiziert worden sein, seien sie erst in einigen Wochen oder Monaten für andere ansteckend. Erst dann lässt sich möglicherweise auch ihre eigene Infektion diagnostizieren. Deshalb soll den städtischen Behörden zufolge in einigen Wochen eine Nachuntersuchung erfolgen.

2014 gab es in Düsseldorf 50 gesicherte Tuberkulosefälle; 2015 war diese Zahl bereits im August erreicht. Es gelten die Routineempfehlungen des Robert-Koch-Institutes und das Infektionsschutzgesetz, das Isolation und Untersuchung vorschreibt. Bestätigt sich der Verdacht, erfolgt die Behandlung mit Antibiotika, bei offener TBC werden auch Kontaktpersonen untersucht.

Ein Erklär-Stück zu einem Tuberkulose-Verdacht finden Sie hier.

(dr)
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