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Düsseldorf
Verdi ruft zu 48-Stunden-Streik an der Uniklinik auf

Düsseldorf: Verdi ruft zu 48-Stunden-Streik an der Uniklinik auf
48 Stunden lang soll an der Uniklinik gestreikt werden. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten der Uniklinik Düsseldorf für Dienstag und Mittwoch zum Streik auf. Die Verantwortlichen der Klinik befürchten massive Einschränkungen für die Patienten.

Zuletzt hatte es am 19. September einen Streik am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) gegeben. 24 Stunden lang legten die Beschäftigten die Arbeit nieder, der nächste Ausstand soll doppelt so lange dauern. Verdi fordert Verhandlungen für einen "Tarifvertrag Entlastung", nach Angaben der Gewerkschaft sind die Beschäftigten der Klinik "am Limit", die Arbeitsbelastung sei "unerträglich". Vom Streik betroffen sollen die Operationssäle, die Anästhesie und Ambulanzen, Krankentransporte und die Essensversorgung sein. 

Verdi kritisiert, dass der Warnstreik im September den Vorstand des UKD nicht einmal zu einem Gespräch bewegt habe. Die Klinikleitung hält dagegen: Da das Klinikum Mitglied im Arbeitgeberverband und somit in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) organisiert sei, könne gar keine individuelle Tarifvereinbarung getroffen werden. Verdi müsste stattdessen mit der TdL verhandeln, heißt es in einer Mitteilung des UKD.

Klinik-Verantwortliche erinnern an die Auswirkungen, die schon der 24-stündige Warnstreik am 19. September hatte. "Operationen mussten abgesagt werden, Transporte von Patienten verzögerten sich enorm, die Patientenspeisenversorgung war extrem eingeschränkt, die Personalkantine musste geschlossen werden", sagt Ekkehard Zimmer, kaufmännischer Direktor und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des UKD. Durch den erneuten Streik riskiere die Gewerkschaft Leib und Leben der Patienten, heißt es in einer Mitteilung der Klinik.

Parallel hat Verdi auch die Beschäftigten der beiden Tochtergesellschaften GKD und UKM der Uniklinik, die sich etwa um Pförtnerdienste, Transporte oder Küche kümmern, zum Warnstreik aufgerufen. Für diese Beschäftigten gibt es nach Angaben der Gewerkschaft noch gar keinen Tarifvertrag, daher würden sie bis zu 600 Euro weniger verdienen als ihre bei der Klinik angestellten Kollegen.

(lis)
 
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