| 15.07 Uhr

Flucht mit gestohlenem SUV
Verfolgungsjagd in Düsseldorf endet mit Sturz von Parkdeck

Verfolgungsjagd in Düsseldorf endet mit Sturz von Parkdeck
Mönchengladbach/Düsseldorf. Ein mutmaßlicher Autodieb hat sich in der Nacht eine filmreife Verfolgungsjagd mit der Düsseldorfer Polizei geliefert. Die Fahrt endete im Uni-Parkhaus, wo der 37-Jährige mit seinem Geländewagen eine Mauer durchbrach und aus dem ersten Stock in die Tiefe stürzte. 

Um kurz nach Mitternacht soll der 37-jährige aus Litauen nach Polizeiangaben einen fabrikneuen Geländewagen vom Areal eines Autohauses in Mönchengladbach gestohlen haben. Schon dort habe der Mann mit dem gestohlenen Fahrzeug ein Tor durchbrochen, um zu flüchten. 

Auf dem Rastplatz Cloerbruch an der Autobahn 52 hielt er an, um zu tanken. Außerdem nahm er Süßigkeiten und Tabakwaren mit. Laut Polizei bezahlte er die rund 150 Euro, die dafür angefallen wären, nicht, sondern setzte seine Fahrt fort. In der Düsseldorfer Innenstadt fiel der Wagen einem Taxifahrer auf, weil er schnell unterwegs war und kein Kennzeichen hatte. Der Taxifahrer informierte die Düsseldorfer Polizei. 

Geländewagen gestohlen

Autodieb stürzt von Parkdeck im Universitätsparkhaus in Düsseldorf FOTO: Patrick Schüller

Gegen 00.45 Uhr nahmen mehrere Streifenwagen auf der Graf-Adolf-Straße die Verfolgung auf. Nach Angaben eines Polizeisprechers dauerte es dann nur wenige Minuten, bis der Geländewagen am Parkhaus an der Universitätsstraße mehrere Metall-Absperrungen durchbrach und auf das erste Parkdeck fuhr. Der Fahrer durchbrach mit dem Wagen eine Mauer und stürzte anschließend mit diesem in die Tiefe. Das Fahrzeug blieb schwer beschädigt auf dem Dach liegen. 

Begleitet von Notarzt und Polizei wurde der mutmaßliche Autodieb in ein Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben war er aber nur "minimal verletzt", da alle Airbags beim Sturz des Wagens ausgelöst hatten. Der Mann wurde über Nacht in Polizeigewahrsam genommen und am Mittwochvormittag wieder freigelassen. Er hat bei seiner ersten Befragung durch die Polizei eingeräumt, vor der Tat Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. 

Der Unfallfahrer ist erst vor wenigen Tagen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Er war zuvor bereits wegen schweren Diebstahls in Erscheinung getreten, sagte ein Polizeisprecher. Gegen ihn werde noch immer wegen früherer Delikte ermittelt. Der 37-Jährige lebt in Mönchengladbach. 

Den Sachschaden konnten die Beamten noch nicht genau beziffern. 

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass es sich bei dem gestohlenen Wagen um einen Mercedes-Geländewagen im Wert von 500.000 Euro handele. Tatsächlich ist es jedoch ein Jeep Wrangler Sahara.

(siev)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.