| 17.19 Uhr

Operationen fallen aus
Warnstreik führt an Düsseldorfer Uniklinik zu Einschränkungen

Düsseldorf: Warnstreik führt an Uniklinik zu Einschränkungen
An der Uniklinik Düsseldorf wird gestreikt. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Wegen des Warnstreiks an der Uniklinik sind am Dienstag viele geplante Operationen ausgefallen. Einschränkungen gab es auch bei der Essensversorgung und Krankentransporten.  Von Nicole Lange

Über die genaue Zahl der Streikenden und der ausgefallenen Eingriffe machten das Krankenhaus und die Gewerkschaft Verdi abweichende Angaben.

Die Uniklinik berichtete, etwa ein Drittel der geplanten OP-Termine sei weggefallen. "Ebenso kam und kommt es zu langen Wartezeiten für den Patiententransport", hieß es. Viele Patienten hätten sich auch hilfesuchend an die eigens eingerichtete Hotline gewandt – die meisten Ambulanz-Termine habe man aber einhalten können.

Die Gewerkschaft warf der Uniklinik unterdessen vor, sie habe mit allen Mitteln versucht, den Streik zu unterlaufen. Einigen Mitarbeitern sei sogar mit Abmahnungen gedroht worden. Den Anteil ausgefallener Operationen bezifferte Verdi-Gewerkschaftssekretär Jan von Hagen mit rund 20 Prozent. Nach seinen Angaben beteiligten sich etwa 500 Mitarbeiter der Uniklinik und zweier Tochter-Unternehmen an dem Ausstand, der noch bis Donnerstagmorgen weitergehen soll. Die Uniklinik sprach am frühen Dienstagabend von rund 140 Streikenden, davon etwa 40 aus den Tochtergesellschaften.

Bei dem Warnstreik geht es um zwei unterschiedliche Auseinandersetzungen. So will Verdi einerseits mit der Uniklinik über einen Entlastungs-Tarifvertrag verhandeln. Andererseits fordert die Gewerkschaft einen neuen Tarifvertrag für zwei Tochtergesellschaften, die nicht-medizinische Leistungen wie Transportdienste oder Verpflegung erbringen.

 
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