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Düsseldorfer Innenstadt
Wehrhahn wird wieder Groß-Baustelle

Düsseldorf: Wehrhahn wird wieder Großbaustelle
Der Wehrhahn ist noch gezeichnet von den Bauarbeiten für die neue U-Bahn, bis zum Spätsommer 2018 soll er seine neue Form erhalten. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Das größte Projekt des Verkehrsamts beginnt im Frühjahr. Die Flächen über dem neuen U-Bahn-Tunnel werden gestaltet. Am Wehrhahn wird dies rund eineinhalb Jahre dauern, Autofahrer müssen sich noch einmal in Geduld üben. Von Christian Herrendorf

2,2 Millionen Euro investiert die Stadt, damit das östliche Ende der Innenstadt wieder schöner wird. Zwischen Kölner und Worringer Straße beginnen voraussichtlich im Mai Bauarbeiten, die bis zum Spätsommer 2018 angesetzt sind. Auf dem beschriebenen Stück wird die Oberfläche neu gestaltet, nachdem der Straßenbahnverkehr unter der Erde verschwunden ist. Aktuell fließt der Autoverkehr dort einigermaßen ordentlich, die Bedingungen für Radfahrer sind aber ebenso verbesserungswürdig wie die für Fußgänger. Und in der Mitte der Straße ist eine große eingezäunte Fläche, um die herum Autos parken.

Für den Wehrhahn, seine Anlieger und die Verkehrsteilnehmer aus dem Osten der Landeshauptstadt bedeutet das, dass sie es noch einmal rund 18 Monate mit einer Großbaustelle zu tun haben. Geplant ist, die noch vorhandenen Schienen aus dem Boden zu reißen, die Fahrbahnen für die Autos schlangenlinienfrei und sinnvoll zu legen, einen Radweg zu schaffen, der gut an die Route auf der Grafenberger Allee anknüpft sowie die Fußwege von Einschnitten und Provisorien zu befreien. Die Wielandstraße wird Teil der Arbeiten sein, an der Einmündung soll ein neuer Platz gestaltet werden.

So könnte die Schadowstraße in Zukunft aussehen FOTO: Bruun & Möllers

Ziel ist es, dort den ersten finalen Zustand an der Oberfläche der Wehrhahn-Linie zu schaffen. In den übrigen Bereichen über dem neuen U-Bahn-Tunnel werden solche Lösungen noch länger als bis zum Spätsommer 2018 reichen. Für die südliche Innenstadt etwa gibt es noch nicht einmal einen konkreten Zeitplan.

Trotz aller Bemühungen des Amts für Verkehrsmanagement werden am Wehrhahn auch die Autofahrer die Arbeiten spüren. Für die Asphaltarbeiten müssen, selbst wenn sie am Wochenende stattfinden, mindestens Teile der Strecke gesperrt werden, der Verkehr über Routen zwischen Worringer Straße und Hauptbahnhof beziehungsweise Adlerstraße und Innenstadt umgeleitet werden.

Bei den Anliegern werden Erinnerungen an die U-Bahn-Arbeiten geweckt. Wie an kaum einer anderen Stelle der Strecke hatte eine Vielzahl von Geschäftsleuten und Restaurant-Betreibern am Wehrhahn unter dem Bau der neuen Röhre gelitten. Da in ihrer Nachbarschaft das östliche Ende des Tunnels liegt und zugleich die quer verlaufende Strecke der Deutschen Bahn die Flächen einschränkt, standen am Wehrhahn Maschinen und Material vor allem zwischen Kölner und Worringer Straße. Die Zäune dominierten zeitweise so das Bild, dass nur noch Stammkunden und -gäste wussten, was dahinter eigentlich angeboten wird. Nicht alle Unternehmer haben diese schwierige Phase überstanden oder an Ort und Stelle ausgehalten.

Das ist die Kunst in der neuen Wehrhahn-Linie FOTO: dpa, skm sab

Investoren sind im Umfeld des Wehrhahn allerdings stark im Einsatz. An der Ecke von Worringer- und Gerresheimer Straße ist das letzte Projekt des Quartier Central geplant. Ab 2018 sollen dort 350 neue Wohnungen entstehen. Eine Jury hatte für das 18.500 Quadratmeter große Areal den Entwurf des Büros KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt am Main zum Gewinner gekürt. Außerdem gibt es im Bereich Wehrhahn/Toulouser Allee auf nicht einmal einem Quadratkilometer drei fertige und drei im Bau befindliche oder projektierte Hotels.

Quelle: RP
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