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Düsseldorf
Düsseldorf will Euro-Games 2020

Düsseldorf: Düsseldorf will Euro-Games 2020
Volleyball war beim Düssel-Cup die Sportart mit den meisten Teilnehmern. Insgesamt nahmen mehr als 800 Sportler teil. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Düssel-Cup-Vereine möchten die schwul-lesbischen Sport-Spiele ausrichten. Von Holger Lodahl

Mit einer erneut gestiegenen Teilnehmerzahl endete am Sonntag der zehnte Düssel-Cup, Deutschlands größtes schwul-lesbisches Multisportevent. Mehr als 800 Sportler hatten sich in Düsseldorfs Sport- und Schwimmhallen getroffen, um sich in acht Disziplinen zu messen. Nun greift der Düssel-Cup nach Höherem und will 2020 die Euro-Games nach Düsseldorf holen.

"Wir haben das Know-how, sehr gute Kapazitäten und eine tolle Stadt", sagt Götz Fellrath vom Düssel-Cup-Organisationsteam. Die Euro-Games sind ein jährlich stattfindendes Sport-Großereignis. Teilnehmer sind bis zu 5000 schwule, lesbische und heterosexuelle Sportler aus fast allen Ländern Europas. Knapp 20 Sportarten, unter anderem Volleyball, Fußball, Schwimmen und Badminton, werden angeboten. Es gilt das Prinzip: Mitmachen und die persönliche Bestleistung erbringen.

In diesem Jahr finden die Euro-Games in Helsinki/Finnland statt. Vorherige Austragungsstädte waren Stockholm, Budapest und Rotterdam. "Die Chancen, dass die Entscheidung für Düsseldorf fällt, stehen gut", sagt Fellrath. Unterstützung für das Engagement vom Düssel-Cup kommt von der Stadt. Bei der Ratssitzung am 10. März wurde Interesse bekundet, die Euro-Games 2020 nach Düsseldorf zu holen. Auch Unterstützung für die Bewerbungskosten sowie für die Ausrichtung wurde zugesagt. Im Frühjahr 2017 treffen sich in Düsseldorf Vertreter europäischer schwul-lesbischer Sportvereine, um über den Veranstaltungsort der Euro-Games 2020 zu entschieden. Konkurrent für Düsseldorf ist derzeit Glasgow.

Der Düssel-Cup wird seit zehn Jahren von den Düsseldorfer Sportvereinen VC Phönix, Düsseldorf Dolphins und Weiberkram organisiert und steht ebenso wie die Eurogames im Zeichen der Begegnung und des sportlich-fairen Wettkampfes. Das dem Düssel-Cup angeschlossen Förderprogramm "Outreach" fördert Schwule und Lesben, die in ihren Ländern diskriminiert werden. Auch im nächsten Jahr gibt es einen Düssel-Cup.

Quelle: RP
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