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Vorlage im Sportausschuss
Düsseldorf will Leistungssport mit mehr Geld fördern

Vorlage im Sportausschuss: Düsseldorf will Leistungssport mit mehr Geld fördern
100.000 Euro pro Jahr sollen die Tischtennisspieler - hier im Bild Timo Boll von Borussia Düsseldorf - bekommen. FOTO: dpa, mch lof
Düsseldorf. Die olympischen Disziplinen sollen in Düsseldorf stärker gefördert werden und 63.000 Euro zusätzlich erhalten. Von Christian Herrendorf

Düsseldorf verändert die Art, wie es den Leistungssport fördert. In den Jahren 2013 bis 2016 wurden 17 Disziplinen mit 340.000 Euro unterstützt, in den nächsten vier Jahren sollen es neun Sportarten sein, die zusammen 355.000 Euro erhalten.

Das geht aus einer Vorlage hervor, über die der Sportausschuss am 2. November entscheidet. Danach konzentriert sich die Förderung auf Sportarten, in denen Düsseldorfer die Aussicht auf nationale und internationale Spitzenplätze haben, und solche, die mit Blick auf die Sportstätten im städtischen Interesse liegen.

Über die genannte Summe hinaus stehen bis zu 30.000 Euro zur Verfügung, um Nachwuchs-Leistungssportlern den Weg zu Olympia oder World Games zu ebnen. Die neuen Fördersummen und die damit verbundenen Ziele im Überblick:

  • Tischtennis Die Spieler von Borussia Düsseldorf haben in den vergangenen Jahren Medaillen sowie zahlreiche nationale und internationale Titel gewonnen. Auch wenn und gerade weil in dieser Hinsicht ein Umbruch bevorsteht, erhalten das Team sowie der Bundes- und Landesleistungsstützpunkt weiterhin 100.000 Euro pro Jahr. Ziel ist es, die Borussia konstant unter den Top vier in Deutschland zu platzieren sowie jeweils ein bis zwei Düsseldorfer zu den Olympischen und Paralympischen Spielen schicken zu können.
  • Hockey Die Erfolge der Spielerinnen des Düsseldorfer HC in Rio haben Eindruck gemacht und sollen ihre Fortsetzung finden. Deshalb soll der DHC 55.000 statt bisher 30.000 Euro erhalten - als Zuschuss für hauptamtliche und Athletiktrainer. Die Damen des Klubs sollen konstant zur nationalen Top vier zählen, ein bis zwei Spielerinnen für Senioren- oder U21-Nationalmannschaft nominiert werden.
  • Rudern Sportler der RC Germania zählten in der Vergangenheit auch schon zu den Olympia-Medaillengewinnern. So hoch sind die Ziele aktuell gar nicht gesteckt. Aber 40.000 statt 30.000 Euro als Zuschuss für zwei hauptamtliche Trainer sollen dazu führen, dass es mehr Finalteilnahmen bei Deutschen Titelkämpfen sowie Nominierungen für Bundeskader und internationale Meisterschaften gibt.
  • Leichtathletik Auch der ART soll in den nächsten Jahren 40.000 statt 30.000 Euro erhalten. Damit würden Trainerstellen bezuschusst, die die Chancen verbessern sollen, dass die Athleten ab U18 national und international häufiger für Kader und große Wettkämpfe berufen werden. Der ART muss sich auch in der Region gegen Konkurrenz mit großer Anziehungskraft behaupten und kann - auch gemessen an den vorhandenen Möglichkeiten - herausragende Ergebnisse vorweisen.
  • Judo Düsseldorf wird als Standort für die japanische Kampfsportart deutlich wichtiger. Bisher war die Stadt Gastgeber des Grand Prix, nun steigt sie auf zu einem der vier Austragungsorte des Judo-Grand-Slams. Entsprechend sollen auch vor Ort Athleten besser ausgebildet und höheren Klassen für die Damen- und Herrenmannschaften anvisiert werden. Dafür gibt es 30.000 Euro (aktuell: 12.000).
  • Taekwondo Die Fördersumme bleibt bei 30.000 Euro, damit ab 1. Januar ein hauptamtlicher Bundestrainer am Leistungsstützpunkt im Einsatz sein kann.
  • Basket-, Hand- und Wasserball Für alle drei Ballsportarten wächst die Förderung von 12.000 auf 20.000 Euro an. Damit sollen der Leistungssport-Betrieb verbessert und die Mannschaften in höhere Spielklassen gebracht werden, um besonders im Basket- und Handball an die glorreichen Zeiten Düsseldorfer Mannschaften anzuknüpfen.
Quelle: RP
 
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