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Besichtigung der Wehrhahn-Linie
Düsseldorf zeigt jetzt Kunst in den U-Bahnhöfen

Düsseldorfer besichtigen die neuen U-Bahnhöfe
Düsseldorfer besichtigen die neuen U-Bahnhöfe FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Am Wochenende waren zwei neue Stationen der neuen Wehrhahn-Linie erstmals für die Öffentlichkeit begehbar. An der Schadowstraße entstanden teilweise lange Warteschlangen. Besonders die verschiedenen Kunstkonzepte kamen bei den Düsseldorfern gut an. Von Christian Herrendorf

Die neuen U-Bahn-Stationen werden sehr leicht voneinander zu unterschieden sein. Wenn ab dem 20. Februar die Wehrhahn-Linie durch Düsseldorf rollt, dann gibt es den blauen, den grünen und den roten Bahnhof, den Bahnhof mit der Wortschlange, den mit dem Ufo und den mit den Spuren der Billard-Kugel. Einen ersten Eindruck von den Stationen konnten sich Interessierte am Samstag und an den kommenden beiden Wochenenden zwischen 11 und 17 Uhr machen. Dann finden in jeweils zwei Bahnhöfen Tage der offenen Tür statt. Die Besichtigungstermine gibt es im blauen Bahnhof (Schadowstraße) und in dem mit der Wortschlange (Kirchplatz).

Am Eingang zur Station Schadowstraße vor H&M war der Andrang am Vormittag teilweise so groß, dass sich Warteschlangen bildeten. Denn zeitgleich durfte immer nur eine begrenzte Zahl von Menschen den neuen U-Bahnhof besichtigen. Die bekamen dafür aber allerhand zu bestaunen. Die Station würde viel heller wirken, lautete das einhellige Urteil. Auch die hohen Decken wurden von den Besuchern wohlwollend beurteilt. Höhepunkt sei aber das Kunstkonzept von Ursula Damm, von dem sich die Düsseldorfer ebenfalls sehr angetan zeigten.

Düsseldorf: Einblick in den neuen U-Bahnhof Kirchplatz FOTO: Bretz, Andreas

Der Spaziergang durch die neuen Stationen funktionierte nach dem Einbahnstraßen-Prinzip. Am Schadowplatz befindet sich der Eingang in Höhe des Kaufhauses H&M, am Kirchplatz begann der Rundgang vor der Kirche St. Peter. Von dort ging es zunächst auf die Zwischenebene und dann weiter hinunter auf die Bahnsteige. Die Besucher kreuzten dort die Gleise und gingen auf der anderen Seite wieder nach oben und hinaus. Aufzüge und Rolltreppen durften allerdings noch nicht fahren, die Stationen waren daher noch nicht barrierefrei. Das gilt auch für die kommenden beiden Besichtigungstermine.

Besonders interessant für die Besucher waren die Zwischenebenen, die jeweils ein Künstler im oben beschriebenen Stil gestaltet hat. Die Arbeit am Kirchplatz trägt den Namen "Spur X". Enne Haehnle hat rote Schlangen entwickelt, die mal mehr, mal weniger gut lesbar Worte, Sätze und Texte ergeben, die wiederum Purzelbäume entlang der Wände schlagen. Mit Hilfe eines Kunstschlossers aus Thüringen sind geschmiedete Stahlstränge entstanden, die das Oben und das Unten der Station verbinden.

Fotos: Abschnitt des U-Bahnhofes Heine-Allee präsentiert FOTO: Joris Hielscher

Das Kunstwerk an der Schadowstraße hat Ursula Damm kreiert. In seinem Zentrum steht eine Videoleinwand über dem Tunnelmund. Mit einem Computer fängt Damm die Bewegungen der Passanten an der Oberfläche ein, wandelt sie um und überträgt sie nach unten, so dass die Architektur sich ständig verändert. Umrahmt ist diese Arbeit von blauen Glaswänden.

Weitere Termine: Am 5. Dezember sind die Stationen Graf-Adolf-Platz und Pempelforter Straße geöffnet, am 12. Dezember Benrather Straße und der neue Teil der Heinrich-Heine-Allee.

(p-m)
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