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Düsseldorfer gewinnen Preis für beste Cola-Kiste

Düsseldorf: Düsseldorfer gewinnen Preis für beste Cola-Kiste
Bei einem Wettbewerb von Coca-Cola reichten Simon Gorski, Matthias Menzel und Alexander Kirnbauer (v.r.) das beste Kisten-Design ein. FOTO: Entwurfreich
Düsseldorf. Als Simon Gorski Anfang des Jahres den Schritt wagte, sich als Industriedesigner selbstständig zu machen, wird er in seinen wildesten Träumen nicht damit gerechnet haben, dass wenige Monate später der Weltkonzern Coca-Cola seine Agentur "Entwurfreich" auszeichnen würde. Von Jan Drebes

Doch genauso ist es jetzt gekommen: Der Preis für das beste Design einer Cola-Mehrwegkiste ging an Gorski, seinen einzigen Mitarbeiter Matthias Menzel und den Praktikanten der Agentur, Alexander Kirnbauer.

Im Internet hatte der Getränkekonzern über die Kreativ-Plattform jovoto.com den "Coca-Cola Design+ Award" für die Getränkekiste der Zukunft ausgeschrieben. 443 Designideen aus 75 Ländern erreichten die Jury, die schließlich in drei Kategorien die Sieger kürte: Design, Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit. Die wohl prestigeträchtigste Kategorie Design konnten die Düsseldorfer einheimsen, die Auszeichnung für die umweltverträglichste Kiste ging nach Kroatien, als nutzerfreundlichste Getränkekiste bewertete die Jury einen Entwurf aus Bulgarien.

Simon Gorski will über die plötzliche Aufmerksamkeit für seine Agentur nicht sprechen, seriös bleiben. Dass es aber für das junge Unternehmen ein wahrer Segen ist, im hart umkämpften Geschäft namentlich in Verbindung mit Coca-Cola genannt zu werden, kann der 30-Jährige nicht leugnen. "Für uns ist das super. Die Auszeichnung bestätigt unsere Arbeit", sagt er.

Zwei Wochen haben die drei studierten Industriedesigner an insgesamt drei eingereichten Entwürfen gearbeitet. Sie gingen mit den Vorgaben von Coca-Cola in Getränkemärkte und untersuchten, welche Kunden die Mehrwegkisten kaufen, wie die Kisten präsentiert und gelagert werden. "Uns war ein zeitloses Design wichtig, das das eigentliche Produkt – die Cola-Flasche – richtig in Szene setzt", erklärt Gorski den Entwurf, den das Team "Waves" ("Wellen") nannte. Wie durch ein geschwungenes Fenster seien die ohnehin berühmten Flaschen gut zu sehen. Zudem sei die Kiste logistisch gut handhabbar.

Doch Coca-Cola wird die eingereichten Konzepte voraussichtlich nicht umsetzen. Dem Konzern geht es offiziell um die Förderung junger Designer – und sicherlich auch um viele kostengünstige Inspirationen für spätere Entwicklungen. Simon Gorski stört das nicht. "Gemessen am Zeitaufwand haben wir für uns maximalen Erfolg mit der Aktion erreicht", sagt er.

(RP/top/jco)
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