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Düsseldorfer OB bedauert Weggang der "Aktuellen Stunde"

Düsseldorfer OB Geisel bedauert Weggang der "Aktuellen Stunde"
Die Sendung "Aktuelle Stunde" wird im WDR-Gebäude im Medienhafen produziert. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Das Schlachtschiff des Medienhafens bekommt Schlagseite: Der WDR zieht Redaktion und Produktionseinheiten für die "Aktuelle Stunde" bis 2021 aus Düsseldorf ab. Für den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel ist das bedauerlich. Von Uwe-Jens Ruhnau

In Köln sollen die aktuellen Sendungen crossmedial erstellt werden. Bereits im April/Mai geht "Daheim und unterwegs". In Düsseldorf bleiben die Lokalzeit Düsseldorf, Westblick, Westpol und "hier und heute".

Oberbürgermeister Thomas Geisel wusste nichts von der WDR-Entscheidung. "Schade. Ich bedaure das sehr", sagte Geisel am Abend unserer Redaktion, "auch wenn der Restrukturierungsbedarf des WDR bekannt ist". Die Schwächung des Medienstandortes Düsseldorfs sieht Geisel sehr wohl, um den Medienhafen jedoch ist ihm nicht bange. "Der ist erfolgreich und trägt sich mittlerweile selbst."

Erste Krisen hatte der Medienhafen in den neunziger Jahren zu bewältigen. Bau und Eröffnung des WDR-Landesstudios vor 25 Jahren waren neben Errichtung von Fernsehturm und Landtag das Startsignal für den Medienhafen. Dann gelang die Ansiedlung von Spartensendern für Kinder oder Wetter-News. Nachhaltig war diese Entwicklung aber nicht, andere Branchen wurden angelockt.

Wie geht es beim WDR in Düsseldorf weiter? "Die dritte Etage ist bald leer", sagt ein Mitarbeiter. Der Intendant hat Ersatz versprochen. Was kommen soll, ist unbekannt.

Quelle: RP
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