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Düsseldorf
Düsseldorfs IHK-Betriebe fürchten den Brexit

Düsseldorf. Eine Blitzumfrage der IHK unter ihren Mitgliedsunternehmen belegt: Die Brexit-Entscheidung ist Gift für das Geschäft. Schon innerhalb der nächsten zwei Jahre rechnet ein Viertel der Unternehmen mit Einbußen beim Export. In der mittelfristigen Perspektive ist es sogar jedes zweite Unternehmen. Jeweils drei Viertel der befragten Unternehmen sehen zusätzliche Risiken durch Handelshemmnisse und durch Abwertungen des Britischen Pfunds und damit einhergehenden Wechselkursturbulenzen.

Wie sehr sich auch Großbritannien mit dieser Entscheidung schädigt, belegen zwei weitere Ergebnisse der Befragung: Kurzfristig rechnen 30 Prozent, mittelfristig sogar 50 Prozent der Firmen damit, dass Importe aus Großbritannien zurückgehen werden. Darüber hinaus planen fast 30 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben und 20 Prozent ihre Belegschaft in Großbritannien zu reduzieren. Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Außenwirtschaftsabteilung der IHK: "Der Brexit hinterlässt nur Verlierer: unsere Exportunternehmen, aber auch den Standort Großbritannien und seine Wachstumsperspektiven. Wer immer vor diesem Hintergrund dem Vereinigten Königreich den Rücken kehren will: Im Raum Düsseldorf ist er stets willkommen!" Orientierungshilfe für Unternehmen soll ein Expertengespräch, das die IHK in ihrem Hause (Ernst-Schneider-Platz 1) am 20. Juli von 15 bis 17 Uhr ausrichtet.

(tb)
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