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Serie Sportliches Düsseldorf
Bürger können im Park trainieren

Serie Sportliches Düsseldorf: Bürger können im Park trainieren
In der Grünanlage an der Stettiner Straße trainierte auch Burkhard Hintzsche (2.v.r) mit. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Das Fitness- und Bewegungsprogramm "Sport im Park" gibt es an acht Stellen im Stadtgebiet. Unter fachkundiger Leitung eines Personaltrainers kann daran jeder kostenfrei teilnehmen. Von Birgit Wanninger

Ganz schön sportlich dieser Stadtdirektor: Im Fitnessdress, die Flasche Wasser in der Hand und die Iso-Matte unter dem Arm, kommt er angetrabt, oder besser: locker angelaufen. Burkhard Hintzsche stellte gestern Morgen nicht nur das neue Sport- und Fitnessprogramm für die Stadtteile vor, sondern machte auch sofort mit.

Auf der großen Wiese, gleich neben dem Bolzplatz an der Garather Stettiner Straße, reiht er sich in den Kreis der Teilnehmer - übrigens an diesem Morgen fast ausschließlich Frauen - ein, legt seine Matte auf den Boden und hört auf die Kommandos von Fitnesstrainer Nick Fisher. Zunächst sind es leichte Übungen, um die Gelenke zu mobilisieren. Doch dann geht es in der Fitnessstunde zur Sache: Dehn- und Koordinationsübungen sind angesagt. Ausdauer und Muskeltraining stehen ebenfalls auf dem Plan. Da kommt der ein oder andere dann doch ins Schwitzen.

Gestern Morgen war Start für "Sport im Park" - ein Konzept, das es in ähnlicher Form schon in Stuttgart und München gibt. Ziel ist es unter anderem, Menschen zu erreichen, die nicht in einem Sportverein sind, sie dazu zu bringen, etwas für ihre Gesundheit und Fitness zu tun - und sich im Nachhinein im besten Fall sogar einem Sportverein anzuschließen.

An acht Standorten in Düsseldorf gibt es jetzt dieses Sportangebot, das zu festen Terminen (siehe Info-Box) bis Mitte Oktober stattfinden soll - bei jedem Wetter, an jedem Wochentag. Für den Sportdezernenten Hintzsche sind die acht Standorte allerdings zu wenig. "Wir suchen mehr Flächen für Sport im Park", sagt er. Wobei er gleich einschränkt, dass genügend Grünflächen im gesamten Stadtgebiet vorhanden seien. Vielmehr fehle es noch an Sponsoren. Denn die Personaltrainer, die das einstündige Fitnessprogramm organisieren und leiten, müssten schließlich bezahlt werden.

Momentan unterstützt die Stadtsparkasse die Aktion, die bereits im vergangenen Jahr versuchsweise gestartet war und von den Teilnehmern positiv aufgenommen wurde. Im Schnitt nahmen 2015 durchschnittlich 21 Personen an den damals 14 Trainingseinheiten des einmonatigen Pilotprojekts teil.

In Garath waren es gestern nur knapp ein Dutzend Teilnehmer. Doch Hintzsche ist optimistisch, dass demnächst mehr kommen werden. An "Sport im Park" kann jeder teilnehmen. Er sei auch für Menschen mit Beeinträchtigungen geeignet, sagt Hintzsche. Mit dieser Aktion "wollen wir noch mehr Menschen in der Stadt erreichen und sie für Sport und Bewegung begeistern", führt er aus.

Wer mitmachen möchte, kann einfach an den jeweiligen Orten zu den angebotenen Terminen vorbeischauen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer allerdings längere Zeit sportlich nicht aktiv war, dem empfehlen die Organisatoren, vorher den Hausarzt zu befragen.

Mitzubringen sind lediglich eine Sport- beziehungsweise Iso-Matte, ein Handtuch und ein Getränk. Denn nach den 60 Minuten hat man jede Menge Kalorien verbraucht und Flüssigkeit verloren. Das konnte gestern auch der durstige Stadtdirektor Hintzsche feststellen.

Quelle: RP
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