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Düsseldorf
Educon: Psychologe verneint Mitwirkung an Misshandlung

Düsseldorf. Mit der Vernehmung eines vermeintlichen Mentors, der zu brutalen Methoden gegen behinderte Kinder geraten haben soll, wurde beim Landgericht der Prozess um Misshandlungen in der Jugendeinrichtung Educon fortgesetzt. Eine Gruppenleiterin und vier Kollegen sollen laut Anklage in der nun geschlossenen Einrichtung autistische Kinder misshandelt haben. Die Hauptangeklagte hatte sich vor Gericht auf angebliche Tipps und Weisungen eines Diplom-Psychologen berufen.

Als Zeuge wies der 64-Jährige das gestern zurück. Richtig sei, dass einige Angeklagte Kurse bei ihm belegt hätten. Dass Kinder in der Einrichtung laut Anklage angespuckt, festgehalten, mit Essensentzug bestraft oder von Erziehern bis zu fünfzig Mal samt einem Stuhl umgetreten wurden, habe er nicht gewusst. "Ich hatte keine Beratungsfunktion", so der Zeuge. Der Prozess geht weiter.

(wuk)
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