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Peter Labouvie
Ein halber Schulleiter für das Görres

Düsseldorf. Peter Labouvie leitet neben dem Gymnasium in der Innenstadt das in Urdenbach weiter.

STADTMITTE Mit dem Beginn dieses Schuljahres tanzt Peter Labouvie, Schulleiter des Gymnasiums Koblenzer Straße, im sprichwörtlichen Sinne auf zwei Hochzeiten. Für zunächst ein Schuljahr ist der 64-Jährige zusätzlich ans Görres-Gymnasium abgeordnet. In einem Rundschreiben datiert vom 6. Juli waren die Eltern des Altstadt-Gymnasiums darüber informiert worden, dass die designierte Schulleiterin Antonietta Zeoli aufgegeben hat und die Suche nach einem neuen Schulleiter von vorne los geht.

Herr Labouvie, wann haben Sie davon erfahren, dass Sie im gerade begonnen Schuljahr zwei Schulen leiten werden?

Labouvie Auch in diesem Zeitrahmen. Da bis zum Ferienbeginn noch etwas Zeit war, habe ich die diese genutzt, mit meiner langjährigen Vertreterin am Kobi, Astrid Willms, sowie den fünf erfahrenen Kollegen der erweiterten Schulleitung bereits Organisatorisches klären und delegieren zu können. So werde ich am Kobi künftig beispielsweise keine Teilkonferenzen mehr leiten.

Haben Sie eine Ahnung, warum die Bezirksregierung Sie ausgewählt hat?

Labouvie Ich bin mit meinen 64 Jahren inzwischen der dienstälteste Schulleiter eines Düsseldorfer Gymnasiums: Das wird wohl den Ausschlag gegeben haben. In dieser Position hat man noch einmal eine besondere Verantwortung, die ich natürlich angenommen habe.

Das Görres-Gymnasium gilt als schwierig, weil zum einen die Elternschaft einen immensen Einfluss hat und zum anderen das Kollegium als - sagen wir es mal positiv - sehr selbstbewusst gilt. Wie gehen Sie Ihre neue Aufgabe an?

Labouvie Ich habe am Montag die große Konferenz geleitet und hatte vom Kollegium einen sehr guten Eindruck. Ich werde unvoreingenommen an diese Aufgabe gehen; und ich freue mich auch auf diese Aufgabe. Wichtig ist es, dass wir mit dem Görres heute gut ins neue Schuljahr starten. Und das werden wir.

Könnte Ihr Engagement am Görres über das eine Schuljahr hinausgehen, wenn das nicht so schnell mit einer Neubesetzung klappt?

Labouvie Diese Frage kann ich Ihnen nicht beantworten.

Damit die traditionsreiche Schule ein wenig zur Ruhe kommt, stellt man Ihnen einen Mediator zur Seite.

Labouvie Dieses Verfahren, das zunächst einmal im Kollegium beginnt, werde ich natürlich eng begleiten. Ich bin jetzt erst einmal für ein Schuljahr mit der Hälfte meiner Zeit abgeordnet worden.

Wie werden Sie sich zwischen den beiden Gymnasien aufteilen?

Labouvie Ich bin der Überzeugung, dass ich beide Aufgaben gut wahrnehmen und keine der beiden Schulen vernachlässigen werde.

Wie wird das künftig praktisch laufen?

Labouvie Ich werde montags und mittwochs am Görres sein, dienstags und donnerstags am Kobi. Den Freitag werde ich am Bedarf ausrichten.

Das hört sich nach viel Fahrerei an.

Labouvie Nein, ich wohne fast genau in der Mitte der beiden Schulen.

Was wird Ihnen fehlen?

Labouvie Bereits im neuen Schuljahr meine Lehrtätigkeit. Ich habe in den vergangenen Jahren immer noch ein paar Stunden Politik unterrichtet. Das schaffe ich aus Zeitgründen nicht mehr. Ich fand es immer sehr bereichernd, von den Schülern zu erfahren, was sie bewegt und wie sie denken

ANDREA RÖHRIG FÜHRTE DAS GESPRÄCH

Quelle: RP
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