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Düsseldorf
Ein Konzert für das Leben

Düsseldorf: Ein Konzert für das Leben
"Gewinner" heißt ein Titel der "Fighting Spirits". Für Christina (vorn) ist es mehr als das, es ist ihr Lebensmotto geworden. FOTO: Georg Salzburg
Düsseldorf. Das Musikprojekt der Uni-Klinik fand neue Freunde im Theater der Träume.

Janine fliegt in Australien, Elias rennt in Kanada, Till balanciert auf einem Balken auf Sylt und Nici springt über eine Treppe in Sankt Petersburg - mit einem Film, der nur so vor Leben sprüht, beginnt der Auftritt der "Fighting Spirits" in Heerdt. In der Kinderkrebsstation der Uni-Klinik sind sie vor Jahren zusammengekommen - und jetzt kommen sie aus aller Welt ins Theater der Träume, um 700 Gäste ihre Botschaft hören zu lassen: Niemals aufgeben. "Die Spirits wollen zeigen, wer sie sind, was sie geworden sind - und das eine starke Gemeinschaft wie die ihre alles tragen kann", sagt Michaela Steffen, Vorstandsmitglied des Fördervereins, die durchs Programm führt, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes getan, als große Shows zu moderieren - und es ist eine große Show, mit berührenden Texten, bewegenden Bildern und leidenschaftlicher Musik. Den Titelsong "No limits" haben die Spirits sich selbst erarbeitet, ihr erstes Lied ganz ohne Profi-Unterstützung. Schade nur, dass die CD dazu durch Sturm Xavier im Wortsinn auf der Strecke geblieben und nicht rechtzeitig zum Konzert angekommen ist.

Geschafft haben es dagegen die Schwesterprojekte, die in Hamburg und Münster dem Vorbild der Düsseldorfer "Fighting Spirits" folgten, und das Programm ergänzten. Ebenfalls zu Gast: Die Bergheimerin Intissar El-Fakiri, die für die Kinderkrebsstiftung "Ich hol mir die Sonne zurück" sang und es nun mit den Spirits intoniert, und Tristan Schulz, der 19-jährige Pianist, der als Wunderkind am Konservatorium durchstarten wollte, als ein Hirntumor ihn ausbremste. Zweimal hat er die Krankheit besiegt, die Musik hat ihm dabei geholfen, und heute nutzt er sein Talent auch, um mit Benefizkonzerten krebskranke Kinder und deren Familien zu unterstützen.

Die Goth-Metal-Band Aeverium spielte ebenfalls mit und warb dabei um Stammzellenspenden. Dass in der Pause neben Erfrischungen auch eine Typisierung bei der DKMS angeboten wurde, ist selbstverständlich bei einem Konzert der "Fighting Spirits". So wie die "Chemocouch", die für die therapiegeschwächten Patienten gleich vor der Bühne steht. Am Ende stehen auch sie oben - die starken "Spirits" halten sie dabei. Fürs Leben.

(sg)
 
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