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Düsseldorf
Ein Nordlicht mag jetzt auch den Karneval

Düsseldorf. Die Messe arbeitet bei ihren Projekten immer wieder mit Experten von außerhalb zusammen. Hin und wieder kommt es vor, dass diese Spezialisten abgeworben werden. So war es auch bei Peggy Arff. Die Architektin arbeitete bei einem externen Planungsbüro und war in den Bau der Großhalle 6b und der Halle 7a eingebunden. Dann wurde der Masterplan für das Messegelände entworfen und Peggy Arff wurde gefragt, ob sie bei der Umsetzung nicht dabei sein wolle - als Angestellte bei der Messe. Sie sagte ja und wechselte im Mai 2001 zum Unternehmen. "Ich war Mitte vierzig, es war bei der Messe eine Aufbruchstimmung spürbar, also bin ich gerne gekommen."

Inzwischen war sie vielfach daran beteiligt, Hallen zu modernisieren oder gleich neu zu bauen. Projektsteuerung, sagt sie, sei extrem anstrengend, "aber bei der Messe arbeiten die Abteilungen eng zusammen". Man achte auf- und denke aneinander, das schätze sie sehr.

Eine trockene Materie muss das Geschehen auch nicht sein, je nach Projekt ist der Draht zu den Kollegen sogar sehr eng. Als Peggy Arff den Umbau der Kantine in Angriff nahm, "hatte ich 500 Bauleiter". Es gab so verbrauchernahe Vorschläge, nicht nur Cola, Wasser und Limo aus der Zapfanlage fließen zu lassen, sondern auch alkoholfreies Bier (was nicht geschah), oder die Tischplatten auf der Terrasse nicht weiß zu gestalten, weil diese das Sonnenlicht so stark reflektierten (gute Idee). Inzwischen ist Peggy Arff, die in Bremen geboren wurde und in Wilhelmshaven aufwuchs, sogar dem Karneval erlegen. Altweiber ging sie einmal mit den Kollegen als Heinzelmännchen - weil die Bauleute ja nie Lärm und Dreck machen. Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht.

(ujr)
 
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