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Düsseldorf
Eine Bus-Fahrstunde mit allen Schikanen

Düsseldorf: Eine Bus-Fahrstunde mit allen Schikanen
Felicitas von Bernuth erhält am Steuer des zwölf Meter langen Busses Tipps von Fahrlehrer Jens Urner. FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Felicitas von Bernuth arbeitet am Flughafen und ist mit großen Fahrzeugen auf vertrautem Fuß. Als sie am 29. Februar aus Anlass des Schaltjahrs in der Rheinischen Post von der Aktion "Der geschenkte Tag" las und Leser sich für verschiedene Aktionen in Düsseldorf bewerben konnten, wusste die Oberkasselerin sofort: "Ich würde gerne Bus fahren." Sie gewann eine Fahrstunde bei der Rheinbahn. Von Sonja Schmitz

Die Vorstellung, wie Sandra Bullock in dem Action-Film "Speed" mit dem Bus über das Gelände des Betriebshofs der Rheinbahn in Lierenfeld zu rasen, löst bei ihr spontane Heiterkeit aus. Aber dann geht es mit Ernst zur Sache: Fahrlehrer Jens Urner weiht sie erst einmal in die technische Ausstattung eines Rheinbahn-Busses ein und fragt auch mal Fahrschulwissen ab: "Sie wissen noch, was man bei der Einstellung des Sitzes beachten muss?" "Natürlich, aber Sie können es mir gerne noch einmal sagen", kontert sie mit einem Lächeln. Wichtig im Bus: Beim Treten auf die Druckluftbremsanlage darf das Bein nicht durchgestreckt sein. Das ist nur eines von unzähligen Dingen, die man als gewöhnlicher Autofahrer wissen muss, wenn man sich an das Steuer eines Busses setzt.

Felicitas von Bernuth hört sich mit Interesse alles an, stellt Fragen und freut sich, als sie den Zündschlüssel drehen, die Türen öffnen, den Bus für den Einstieg absenken und wieder anheben darf. Dann geht es im Schritttempo los. Der Bus ist ein so genannter Solobus, zwölf Tonnen schwer und zwölf Meter lang. "Das ist etwas gewöhnungsbedürftig", sagt von Bernuth, die schon mal einen kleinen Laster gefahren hat. Nach und nach führt Fahrlehrer Urner sie an schwierigere Situationen heran. "Man muss sich gut konzentrieren", gibt sie zu und stellt ihr Können beim Einfädeln auf die zweite Spur einer simulierten Tankstelle auf die Probe.

Dann geht es in die Waschstraße, nicht zum Waschen, sondern um in die enge Spur zu finden. Zum Schluss die Fahrt in die Werkstatt, wo eine große Öffnung in der Mitte des Bodens von Bernuth entgegen gähnt - der Arbeitsplatz der Mechaniker. "Ich muss sagen, ich finde Gefallen daran", lautet von Bernuths Fazit. Urner entlässt sie mit einer Einladung: "Fahrer können wir immer gebrauchen."

Quelle: RP
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