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Serie Kleine Forscher
Eine Papierfabrik zum Mitmachen

Düsseldorf. Anna taucht ihr Sieb behutsam in das hellgraue Papierpüree. In wenigen Minuten wird sie endlich ihr eigenes Stück Papier in den Händen halten. Die Sechsjährige ist in das Umweltinformationszentrum an der Rheinpromenade gekommen, um am Ferienprogramm des "Hauses der kleinen Forscher" teilzunehmen. Von Paul Nachtwey

Ewa Westermann-Schutzki von der Verbraucherzentrale erklärt den kleinen Forschern, was Recyclingpapier ist und bereitet mit den Kindern die kleine Papierproduktion vor. Dafür reißt sie zuerst dutzende Bögen Zeitung in kleine Stücke und wirft sie in ein großes Becken mit Wasser.

"Ich versuche, mit meinen Angeboten zu erklären, warum es gut ist, Recyclingpapier zu nutzen", sagt Westermann-Schutzki. "Das kann ich am besten nebenbei auf spielerische Weise zeigen." Anna lernt, dass es wichtig ist, Altpapier in der blauen Tonne zu sammeln und versteht, warum sie dies tun soll. Mittlerweile ist das Becken mit Zeitungsfetzen gefüllt, das Wasser hat die Struktur des Papiers aufgeweicht. "Wir haben heute eine richtige kleine Fabrik im Umweltinfozentrum", stellt Westermann-Schutzki fest und nimmt sich einen Pürierstab, um die Zeitungsstücke zu zerkleinern.

Weil das etwas dauert, möchten die Kinder die Zeit mit einer kleinen Show-Einlage überbrücken. "Wer will fleißige Handwerker sehen?", singen die kleinen Besucher und übertönen so das Geräusch des Pürierstabs. Doch das Warten dauert nicht lange: "Das Wasser ist plötzliche ein richtiger Brei", ruft Tom erstaunt zu seinen singenden Freunden. Jetzt kann die eigentliche Papierproduktion starten.

"Wir sollten uns zuerst einen Rahmen nehmen und dann ein Sieb darunter legen", berichtet die neunjährige Mia. Mit diesem Hilfsmittel schöpfen die Kinder einen Teil der Papiermasse ab und warten, bis das Wasser ganz abgetropft ist. Eine dünne Schicht der Papierstücke bleibt so auf dem Sieb liegen und wird sich später beim Trocknen zu einem neuen Stück Papier verbinden.

Anna ist mit dem Ergebnis ihrer Arbeit zufrieden: "Der Tag hat mir viel Spaß gemacht, weil ich mein eigenes Papier herstellen konnte." Sie steht vor dem "Haus der kleinen Forscher" und schaut sich die dutzenden Papierexemplare an, die in der Sonne trocknen. Sie sind nicht so glatt und weiß, wie im Supermarktregal, dafür aber umso individueller und vor allem selbst gemacht.

Quelle: RP
 
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