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Düsseldorf
Einige Messen und die Markus-Passion entfallen

Düsseldorf. Jeck sein in der Fastenzeit, acht Tage bevor die Karwoche beginnt? Vor allem kirchennahe Christen kamen da nach der sturmbedingten Ansage des Rosenmontagszuges ins Grübeln. Superintendentin Henrike Tetz, ranghöchste Protestantin der Landeshauptstadt, gab sich nach der sturmbedingten Absage des Rosenmontagszuges reserviert. Zur Fastenzeit passe ein Rosensonntagszug eigentlich nicht, erklärte sie. Anders der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Er verkündete eine wahrhaft rheinische Lösung: Die Sonntage vor Ostern seien keine Fast- und Abstinenztage. Und so werden Katholikenrat und katholische Jugend dem Sessionsmotto "Scharf wie Mostert" entsprechend morgen statt Kamelle Tütchen mit Senfsamen (in Anspielung auf das Gleichnis vom Senfkorn) ins närrische Volk werfen. "Darauf prangt ein Konterfei von Papst Franziskus mit Clownsnase", sagt Kirchensprecher Michael Hänsch.

Auswirkungen hat der Rosensonntagszug allerdings auf einige kirchliche Angebote. So schließt die Andreaskirche in der Altstadt nach der 11 Uhr-Messe ihre Pforten. Die Abendmesse und das Benefizkonzert entfallen. Letzteres wird am 29. Mai nachgeholt. In St. Lambertus gibt es keine Lobpreisstunde, die Kirche wird nach dem Hochamt um 10.30 Uhr bis zur Abendmesse um 17 Uhr geschlossen. Und in St. Maximilian gibt es nach dem Hochamt um 10 Uhr keine weiteren Messen. Auch die für 16 Uhr geplante anspruchsvolle Markus-Passion wird auf 2017 verschoben.

Keine Einschränkungen soll es morgen, so Ulrike Paas vom Haus der Kirche, bei den evangelischen Gottesdiensten geben.

(jj)
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