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Düsseldorf
Einsatz von High-Tech-Laternen wird geprüft

Düsseldorf. Der von den Grünen ins Spiel gebrachte Solar-Radweg ist Politikern der Bezirksvertretung 7 aber zu teuer. Von Marc Ingel

Auf Antrag der Grünen in der Bezirksvertretung 7 wird die Stadtverwaltung prüfen, ob auf der vorgesehenen Strecke für die Tour-de-France-Etappe im Stadtbezirk 7 in einem Abschnitt womöglich so genannte High-Tech-Laternen aufgestellt werden können. Die Partei bezieht sich mit ihrem Vorschlag auf ein Beispiel an der Neusser Straße in Köln-Nippes. Dort werden 36 Straßenlaternen mit einer neuen Technologie getestet. Sie dimmen Licht nach Bedarf, sammeln Daten zu Lärm und Feinstaub, senden Infos über freie Parkplätze und funken über Wlan. Diese Laternen werden vom Stromlieferanten Rheinenergie betrieben. "Die Laternen gelten als Chance für eine bessere Verkehrs- und Umweltpolitik in Städten und als Markt mit Zukunft", heißt es in dem Antrag der Grünen, der in der Sitzung einstimmig angenommen wurde.

Knapp abgelehnt wurde dagegen ein weiterer Antrag der Grünen, der in dieselbe Richtung zielt, aber mit enormen Kosten verbunden gewesen wäre. Die Partei hatte vorgeschlagen, prüfen zu lassen, ob vor der Tour de France ein Solar-Fahrradweg von rund 70 Metern Länge als Pilotprojekt im Stadtgebiet 7 eingerichtet werden kann. In den Niederlanden sei 2014 ein solcher Solar-Fahrradweg gebaut worden, die Bilanz nach sechs Monaten sei sehr positiv gewesen. Der Solar-Fahrradweg sei von der Bevölkerung gut angenommen worden und habe allein in dem halben Jahr rund 3000 Kilowattstunden Strom geliefert. "Durch die Tour de France 2017 werden tausende Menschen unseren Stadtbezirk 7 besuchen. Der Bezirk kann sich durch solch ein Vorzeigeprojekt positiv hervorheben und zudem die erneuerbaren Energien für die Menschen erlebbar machen", argumentierten die Grünen. Das Problem: Die 70 Meter Radweg hätten annähernd drei Millionen Euro gekostet. Trotz des hohen Amortisierungsfaktors wollten die Politiker mehrheitlich doch erst einmal die Ergebnisse der Testphase in den Niederlanden abwarten.

Quelle: RP
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