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Düsseldorf
Elektriker soll 160.000 Euro abgezweigt haben

Düsseldorf. Vage Vermutungen eines Spielhallen-Betreibers brachten einen seiner Ex-Angestellten gestern vors Amtsgericht. Mangels Kontrollen im Betrieb soll es der Elektriker (32) laut Anklage geschafft haben, in nur acht Monaten heimlich fast 160.000 Euro abgezweigt zu haben. Das kostete den Elektriker den Job, aber im Prozess kam nun heraus: Fast jeder im Betrieb hätte die Geldwechselautomaten in den Spielhallen des Unternehmers leeren, die Automatenbelege dann verfälschen können.

Was gerade den Angeklagten in Verdacht brachte, blieb im Prozess völlig unklar. Der Mann, der noch nie mit der Justiz zu tun hatte, bestritt jede Schummelei: "Ich habe kein Geld entnommen!" Zu seinem Job habe zwar gehört, die Geldwechsler in diversen Spielhallen zu kontrollieren, Scheingeld herauszunehmen und Münzen nachzufüllen. Aber getrickst habe er dabei nie. Tatsächlich war sein Arbeitsvertrag "in gegenseitigem Einvernehmen" aufgelöst, der Angeklagte dabei ausdrücklich von Rückforderungen freigestellt worden. Wieso sein Ex-Chef Anzeige erstattet, sein angeblich verschwundenes Geld aber nie zurückgefordert hat, ist eins der Rätsel, die das Amtsgericht demnächst in einem neuen Prozessanlauf lösen will. Dazu sollen auch der Firmen-Chef und weitere Mitarbeiter vorgeladen werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht.

(wuk)
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