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Standpunkt
Endlich klare Kante gegen Rechts

Düsseldorf. Jetzt ermittelt der Staatsschutz in Garaths rechter Szene. Endlich muss man sagen. Denn bislang hatte man das Gefühl, dass der Rechtsstaat das Problem mit Menschen mit rechter Gesinnung in Garath öffentlich eher klein reden wollte. Das war auch am Tag nach den Ausschreitungen von Montagabend im Anschluss an eine Demo der rechtspopulistischen Republikaner gegen die Asylpolitik und der Gründung der Initiative "Garath stellt sich quer" noch so. Die Polizei schrieb in ihrem Pressebericht am Dienstagmorgen noch von zwei Gruppierungen, die sich gegenseitig beschimpft, attackiert und mit Flaschen beworfen hätten. Etwas später hieß es dann auf Nachfrage, dass die Gewalt von denen ausgegangen sei, die zuvor in der Kneipe gewesen seien, vor der am Abend die Rep-Demo stattgefunden habe. Einer der Schläger hatte sich mit einem Billard-Queue bewaffnet, ein anderer mit einem Baseball-Schläger. Die beiden Garather (30 und 39) hat die Polizei jetzt ins Visier genommen.

Polizeikräfte konnten am Montagabend eingreifen, bevor noch Schlimmeres passieren konnte; aber einen leicht Verletzten hat es auf jeden Fall gegeben. Die uniformierten Einsatzkräfte hatten nämlich gegen 20 Uhr das Feld geräumt. Zu der Zeit hielten sich vor der Kneipe weiterhin zwei, drei Dutzend vorwiegend Männer auf, darunter Teilnehmer der um 19.40 Uhr beendeten Demo. Die Menschen, die zur Gründungsversammlung von "Garath stellt sich quer" gekommen waren, tagten zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Freizeitstätte.

Damit Rechts und Links nicht ganz sich selbst überlassen blieben, ließ die Polizei Beamte in zivil vor Ort, die nach der ersten Attacke Verstärkung anforderten. Dabei wäre es wahrscheinlich gar nicht erst so weit gekommen, wenn ein Streifenwagen an Ort und Stelle geblieben wäre. Aber vielleicht musste es erst so weit kommen, damit die Staatsmacht nun klare Kante zeigt. Sie will Zeugen hören und Fotos auswerten. Bestandteil der Ermittlungen ist auch, ob die Attacke politisch motiviert war. Das ist ein erster Schritt.

Quelle: RP
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