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Serie Worauf Man Sich 2016 In Den Stadtbezirken Freuen Kann
Endlich kommt der Skaterpark

Düsseldorf. Der Stadtbezirk 8 soll 2016 ein Anlaufpunkt für Jugendliche aus der ganzen Stadt werden. Aber es gibt auch Grund zur Sorge. Von Torsten Thissen

Bezirk 8 In Eller, Lierenfeld, Vennhausen und Unterbach gibt es nicht die großen Umbrüche wie in vielen anderen Stadtteilen Düsseldorfs. Stattdessen setzt man hier auf Kontinuität und Beharrlichkeit. Steter Tropfen höhlt den Stein, wissen die Stadtteilpolitiker. Und wenn sich die Dinge in diesem Jahr nicht umsetzen lassen, dann vielleicht im nächsten oder übernächsten.

Jugend So etwa beim Skaterpark in Eller. Die Freude über diesen Park an der Heidelberger Straße, mit dessen Bau in diesem Jahr begonnen werden soll, ist groß. Die Baukosten sollen rund 1,8 Millionen Euro betragen. Mit einer Fläche von 3800 Quadratmetern soll der geplante Park der größte seiner Art in Deutschland werden. Doch es gibt auch Stimmen, die das Vorhaben kritisch sehen. So bleibt es denn abzuwarten,, ob nach der ersten Phase in den Sommerferien Skater aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Eller kommen, ob die Öffnungszeiten (der Park soll abends aus Lärmschutzgründen geschlossen sein) und Ruhezeiten (am Wochenende zwischen 13 und 15 Uhr) nicht ein Hindernis für den Park sind.

Denkmalschutz Nicht von dem Park zu trennen ist die Situation der Nebengebäude des Schlosses Eller in unmittelbarer Nachbarschaft. Ein Investor ist entgegen den Ankündigungen von OB Thomas Geisel wohl doch noch nicht in Sicht, Kenner der Gebäude sehen Geisels Vision vom Luxuswohnen am Schloss eher kritisch, weil die bezweifeln, dass eine finanzstarke Klientel sich wirklich hierhin locken lässt. Vor allem, weil das Schloss und der Park selbst ja noch der Öffentlichkeit zugänglich bleiben sollen. Sowieso: Altbauten und Denkmalschutz könnten in diesem Jahr in Eller wieder eine große Rolle spielen. Die Siedlung Freiheit und deren Waldschänke in Vennhausen etwa, wo immer noch nicht geklärt ist, wie es weitergeht. Auch die Gumbertstraße und deren Gestaltung könnten zum Thema werden. Wie sorgt man vor, dass Ellers Zentrum weiterhin so attraktiv bleibt und attraktiver wird?

Handel Hier spielt auch die Werbegemeinschaft eine große Rolle. Neben den Festen (Ostermarkt am 13. März, Gumbertstraßenfest am 10. September, Künstlermarkt am 8. Oktober und dem Weihnachtsmarkt im Dezember) stehen viele Aktionen auf dem Programm, die in Absprache mit Schützen und Karnevalisten geplant sind. Den Auftakt macht der Närrische Frühshoppen. Am 24. Januar wird er im Festzelt des St. Sebastianus Schützenvereins stattfinden als gemeinsame Aktion. Der Frühschoppen ist ein erster Versuch, das Risiko solcher Großveranstaltungen auf mehrere Vereine zu verteilen und die größtmögliche Akzeptanz im Stadtteil zu erreichen. Wenn er funktioniert, könnte er ein Modell für andere Stadtteile und Feiern des Brauchtums sein.

Kultur Sorgenkind in Eller ist die Kultur. Besonders der bauliche Zustand des Kulturbahnhofs bereitet Kopfzerbrechen. Hier ist eine Lösung auch in diesem Jahr noch nicht in Sicht. Der Verfall dieser wohl bekanntesten Kultureinrichtung in Eller wird weitergehen. Zu den größten Herausforderungen im Stadtteil gehört die Sicherstellung der Nahversorgung. Dies ist besonders in Vennhausen ein Problem, wo Ende vergangenen Jahres der Kaisers-Supermarkt geschlossen hat und nun sehnlichst ein neuer Versorger erwartet wird. Aber auch im Gurkenland warten die Menschen immer noch auf einen neuen Supermarkt. Dies ist natürlich doppelt ärgerlich, weil es ja eigentlich schon einen Investor gibt und schon lange von der Politik angekündigt wurde, alles sei unter Dach und Fach.

Verkehr und Bauen In Lierenfeld erwarten die Menschen den barrierefreien Umbau der Haltestelle Lierenfeld Betriebshof, aber: Erst 2017 sollen dort Hochbahnsteige entstehen, die einen stufenfreien Einstieg in die Stadtbahn ermöglichen. Wer meint, in Unterbach passiere derweil gar nichts, täuscht sich. Hier wachen die Menschen darüber, dass der Charakter ihres Dorfes nicht durch Neubauprojekte verändert wird.

Quelle: RP
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