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Düsseldorf
Erster islamischer Kindergarten in Düsseldorf

Düsseldorf. Düsseldorf bekommt einen islamischen Kindergarten. Einstimmig hat die Bezirksvertretung 8 in ihrer Sitzung eine zweizügige Kita im Eller Gurkenland genehmigt. Doch so ganz einfach verlief die Genehmigung des Bauantrages dann doch nicht.

Weil die Verwaltung den Bezirkspolitikern zunächst keine Auskunft über den Betreiber der Kita geben konnte, musste die Sitzung unterbrochen werden.

Dabei saß die Vertreterin der Elterninitiative, die den Kindergarten betreiben möchte, im Saal des Rathauses Eller. So bestätigte später immerhin Jugendamtsleiter Johannes Horn, dass es Gespräche zwischen der Initiative und seinem Amt gegeben habe und weiterhin gebe. Zudem stehe jeder Träger, der neu ist und einen Kindergarten in der Stadt betreibt, drei Jahre lang unter besonderer Beobachtung.

Die Betreiber der Kita gehören zu den Sufisten, einer gemäßigten Strömung des Islam. Im Iran wurden die Sufisten wegen ihres Glaubens verfolgt, weshalb eine große Zahl von ihnen nach Europa und Nordamerika geflohen ist. Die MTO Shahmghsoudi Schule ist eine weltweit organisierte Schule des Sufismus mit etwa 500.000 Schülern und Zentren vornehmlich in Nordamerika, Europa und Australien. Kritik, es handele sich dabei um eine Sekte, kommt häufig aus der islamistischen Richtung. In Düsseldorf sind die Sufisten bereits seit beinahe 15 Jahren in einem Verein organisiert, der seinen Sitz in Wersten an der Harfstraße hat. Dort besteht auch eine Schule des islamischen Sufismus.

Die Kita ist - genau wie die Kindergärten in katholischer oder evangelischer Trägerschaft - offen für alle Religionen und Weltanschauungen. Die Planungen sehen eine Gruppe für U3-Kinder und eine für ältere Kinder vor. Die eigentlich übliche Dreizügigkeit, die der Verein zunächst anstrebte, ließ sich auf dem Areal am Grünen Weg nicht verwirklichen. Kritik übte die CDU an der Stadtverwaltung. So habe die erste Auskunft des Bauamtes, nichts über den Träger zu wissen, einen Vertrauensverlust verursacht.

(tt)
 
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