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Düsseldorf
Europäische Wege in den Beruf

Düsseldorf: Europäische Wege in den Beruf
(v.l.) Lucie Gaudard, Zalán Nemeth und Jelena Borkovic sprechen auf Französisch über die in Europa sehr unterschiedlichen Wege in einen Job. FOTO: H.-J. Bauer
Düsseldorf. Schüler in Düsseldorf-Eller tauschen sich mit Gleichaltrigen aus ganz Europa aus.

Ein europäischer Geist weht durch die Dieter-Forte-Gesamtschule in Eller. Das erschließt sich nicht nur aus den zahlreichen Flaggen der Europäischen Union, die an den Wänden des Klassenzimmers hängen. Auch die Kommunikation der Schüler ist außergewöhnlich international. Beispiel gefällig? Obwohl Zalán Nemeth aus Ungarn Deutsch in seiner Heimatschule lernt, unterhält er sich mit der Französin Lucie Gaudard und der Düsseldorferin Jelena Borkovic auf Französisch. Gemeinsam arbeiten die drei die Unterschiede zwischen Deutschland und ihren Heimatländern im Schulsystem und im Berufsfindungsprozess heraus. Lucie findet das von der Schule getrennte Ausbildungssystem in Deutschland gut. "In Frankreich muss man sich oft schon früh für ein Handwerk während der Schulzeit entscheiden", sagt sie.

Dabei ist Deutschland nur eines von sechs Ländern in Europa, das die Jungen und Mädchen innerhalb von zwei Jahren im Rahmen des Erasmus-Projekts "Von der Schule zur Arbeit" besuchen. "Die Jugendlichen sollen dabei nicht nur andere Schulsysteme und Möglichkeiten in anderen Ländern kennen lernen, sondern sich auch näher kommen", sagt Lehrerin Sabine Jenßen. Dies sei gerade in einer Zeit, in der Europa drohe, auseinander zu fallen, wichtig.

Während ihres einwöchigen Aufenthaltes sind die 19 Schüler, die zusätzlich auch aus Partnerschulen in Spanien, Italien und Polen stammen, in Gastfamilien untergebracht. Dabei stehen gemeinsame Unternehmungen wie auch praktische Erfahrungen bei einem Besuch des Bildungszentrums des Baugewerbes auf dem Programm. Übrigens: Für die Schüler der Dieter-Forte-Gesamtschule geht es als Nächstes nach Süditalien.

(ctri)
 
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