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Düsseldorf
Geisel für engere Kooperation der Rhein-Metropolen

Das sind die Bauprojekte  2014 für  Düsseldorf
Das sind die Bauprojekte 2014 für Düsseldorf FOTO: Kopernikus-W GmbH
Düsseldorf. Bei der Immobilienmesse Expo Real in München steht heute die Düsseldorfer Präsentation auf dem Programm. Von Nicole Lange

Die Düsseldorfer Immobilien-Branche läuft sich warm für die Präsentation von Oberbürgermeister Thomas Geisel heute Mittag am Stand der Landeshauptstadt auf der Immobilienmesse Expo Real in München. Bereits zum Auftakt am Montag herrschte an dem gut 340 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand mit insgesamt 40 Partnern geschäftiges Treiben: Bei reichlich Altbier wurden lockere Gespräche geführt, die kleinen Büros für ernstere Einzelbesprechungen am Stand waren ohnehin dauerbesetzt.

"Die Stimmung ist sehr positiv. Alle wollen Grundstücke in Düsseldorf", sagte Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse, die mit vollem Terminkalender angereist war: "Man merkt, dass die Stadt als Immobilienstandort extrem interessant ist." Die Themenfelder der potenziellen Investoren sind dabei sehr breit: Am Bau bezahlbaren Wohnraums herrscht ebenso großes Interesse wie etwa an Kindertagesstätten, auch die Flüchtlings-Unterbringung spielt eine große Rolle. Nicht bei der Messe dabei ist übrigens der scheidende Baudezernent Gregor Bonin.

In einer Podiumsdiskussion mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, Bauminister Michael Groschek und Vertretern anderer rheinischer Städte sprach sich Thomas Geisel für eine engere Zusammenarbeit in der Metropolregion aus. "Es gibt viele gemeinsame Interessen, weil wir vor den gleichen Herausforderungen stehen", sagte er. Geisel forderte überdies ein besseres Miteinander von Wohnen und Gewerbe. Groß seien die Probleme bei der Ansiedlung neuer Wohngebiete auf ehemaligen Gewerbeflächen, erst Recht in der Nachbarschaft anderer Gewerbebetriebe.

Ein erstes Zusammenrücken der Städte deutete Minister Duin am Rande der Diskussion schon mal an: In Gesprächen mit dem Münchener Messe-Chef habe er die Möglichkeit erörtert, dass Köln künftig womöglich nicht mehr in einer anderen Halle als etwa Düsseldorf seinen Stand haben müsse.

Welche Projekte der Oberbürgermeister heute in seinem Vortrag unter dem Titel "Düsseldorf - innovativ und kreativ" vorstellen wird, darüber herrscht im Vorfeld traditionell Schweigen. Allerdings dürfte die weitere Entwicklung im Bereich Kö-Bogen II eine wichtige Rolle spielen. Da dem Vernehmen nach in diesen Tagen der Verkauf des Grundstücks am Gustaf-Gründgens-Platz unter Dach und Fach gebracht werden soll, wurde auch über den möglichen Kaufpreis lebhaft diskutiert: Geisel hatte 100 Millionen Euro gefordert und erklärt, schon ein Endpreis von 70 Millionen Euro wäre eine Enttäuschung. Entsprechend gespannt erwarten Entwickler, Architekten und andere Branchenexperten das Ergebnis. "Er muss sich an diesen Aussagen jetzt natürlich messen lassen", sagt einer der Experten. Die anderen nicken.

Quelle: RP
 
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