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Düsseldorf
Falsche Polizeibeamte rufen bei Senioren an

Düsseldorf. Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Bei zwei Senioren haben sich am Dienstagabend Anrufer als Polizeibeamte ausgegeben. Sie behaupteten, für Ermittlungen die Bankdaten der Senioren zu benötigen. Ein 85-Jähriger aus Hellerhof hatte gegen 20 Uhr den Anruf erhalten, im Display wurde die Nummer 0211-110 angezeigt. Der Rentner reagierte sofort und beendete das Gespräch, so dass kein finanzieller Schaden entstand. Das gleiche Erlebnis hatte etwa zur gleichen Zeit ein Ehepaar aus Hellerhof.

Bei beiden Anrufen soll der Mann akzentfreies Hochdeutsch gesprochen haben. Seit Ende September hat es in Düsseldorf acht weitere Delikte dieser Art gegeben. Die Polizei bittet darum, dass Angehörige und Nachbarn ältere Menschen in ihrem Umfeld über diese Tricks informieren (Hinweise unter 0211 8700).

Erst vor einer Woche hatte der Seniorenrat sich bei Kriminalhauptkommissar Lutz Türk, Seniorenbeauftragter der Polizei, darüber informiert, wie Senioren sich vorbeugend und im Ernstfall verhalten sollten. Einer der Ratschläge, die Ulrike Schneider, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrats, mitgenommen hat und an andere weitergibt: Wer bemerkt, dass er verfolgt wird, sollte an der Haustür vorbeigehen und ein Café oder Restaurant aufsuchen, um Hilfe zu holen.

In den vergangenen Monaten waren Senioren aber nicht nur Ziel von Betrügern, sondern auch Opfer von gewalttätigen Überfällen. Zuletzt war eine über 80-jährige Frau nach dem Besuch von St. Lambertus sexuell missbraucht worden. Einen Begleitdienst für Kirchgänger einzurichten, wie es einige ältere Bürger nun anregen, hält Stadtdechant Ulrich Hennes für "nicht machbar". Allerdings könnten sich Altersgenossen oder Nachbarn zusammenschließen und gemeinsam zum Gottesdienst gehen.

(stz/jj)
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