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Düsseldorf
Falscher US-General erschwindelt 20.000 Euro

Düsseldorf. Erfolglos hat ein 24-jähriger Serienbetrüger gestern versucht, beim Landgericht eine mildere Strafe als drei Jahre Haft für seine jüngsten Schwindeleien zu erreichen. Dazu war er im August verurteilt worden, weil er mit 27 falschen Namen und Ausweisen eine Kette von Gaunereien begangen hatte. Der Fitness-Trainer, der zuletzt als Pizzafahrer gejobbt hatte, war dabei unter anderem als falscher US-General aufgetreten und hatte eine flüchtige Bekannte um rund 20.000 Euro geprellt.

Überwiegend hatte der Angeklagte mit gefälschten deutschen Pässen und Ausweisen, aber auch mit falschen Papieren aus Frankreich, England, Irland und den Niederlanden bei Banken eifrig Girokonten eröffnet. Kurz danach hatte er mit den ergaunerten Unterlagen dann bei anderen Banken Kreditkarten erschwindelt. Sobald ihm dafür ein Verfügungslimit eingeräumt wurde, hat er das sofort ausgenutzt, in Möbelhäusern und einem Elektromarkt Waren für 13.000 Euro erbeutet. Das hatte der Angeklagte im ersten Prozess vorm Amtsgericht im August gestanden.

Zugegeben hat er damals auch, dass er einer Frau vorgeflunkert habe, er habe als US-General bei einem Afghanistan-Einsatz fünf Millionen US-Dollar erbeutet und brauche zur Übertragung des Geldes kurzfristig 20.000 Euro. Die Frau, die hier half, sah ihr Geld nie wieder. Gestern konnte sich der vielfach vorbestrafte 24-Jährige nicht mal an die ganzen falschen Vornamen erinnern, unter denen er zuletzt aufgetreten war. Über Mittelsmänner mit falschen Ausweisen versorgt, habe er sich nicht die Mühe gemacht, die Alias-Namen noch auswendig zu lernen. Das Landgericht fand, dass der 24-Jährige mit einer Strafe von drei Jahren Haft gerecht bewertet sei.

(wuk)
 
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