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Verspätung in Düsseldorf
Falschparker behindert Linie 701 der Rheinbahn

Verspätung in Düsseldorf: Falschparker behindert Linie 701 der Rheinbahn
Wie unser Archivbild zeigt, müssen sich in Düsseldorf Autos und Straßenbahnen die Straße teilen. Das gibt oft Konflikte, wie an diesem Morgen. FOTO: Endermann, Andreas
Düsseldorf. Zu spät auf der Arbeit wegen Falschparker: Mehr als tausend Fahrgäste der Rheinbahn sind am Mittwochmorgen wohl nicht pünktlich an ihrem Ziel angekommen. Der Grund: Ein Mercedes-Fahrer stellte sein Fahrzeug so ab, dass die Straßenbahn der Linie 701 nicht daran vorbeikam.

Ein Mercedes mit Weseler Kennzeichen hat gestern Morgen die Straßenbahnlinie 701 Richtung Innenstadt zum Stillstand gebracht. Nach Angaben der Rheinbahn sorgte das geparkte Fahrzeug in der Westfalenstraße dafür, dass die Bahnen in Höhe der Haltestelle "Rath S" nicht weiterfahren konnten. Zwei Bahnen steckten fest, die nachkommenden wurden umgeleitet.

Fast eine Stunde dauerte es, bis der Pkw abgeschleppt war. "Dann ist der Fahrplan aber noch längst nicht im Lot. Das dauert oftmals dann noch bis zu einer Stunde", sagt Rheinbahnsprecher Eckhard Lander. Laut Lander waren mehr als 1000 Fahrgäste betroffen. "Ab 9 Uhr fahren viele mit dem günstigen Ticket zur Arbeit", sagt er. Der Vorfall ereignete sich zwischen 9:44 Uhr und 10:37 Uhr.

Immer wieder kommt es vor, dass Falschparker ihre Fahrzeuge auf den Schienen abstellen und somit den Bahnverkehr behindern. Im vorigen Jahr passierte das 360 Mal. Lander: "Die parken kreuzbescheuert." In vielen Fällen muss nicht sofort abgeschleppt werden. Wenn das falsche Parken die Busse und Bahnen nicht akut behindert, aber Schwierigkeiten zum Beispiel beim Wenden oder in Busbuchten verursachen könnte, dann sorgt die Rheinbahn seit Mitte Juni für Knöllchen. Ein vom Fahrer herbeigerufener Verkehrsmeister macht Fotos vom falsch geparkten Fahrzeug und schreibt sich das Nummernschild auf. Die Daten gehen dann an das Ordnungsamt, das wiederum die Knöllchen verschickt. "So wollen wir gegen notorische Falschparker vorgehen", sagt Lander.

In den vergangenen zweieinhalb Monaten hat die Rheinbahn insgesamt rund 1000 solcher Knöllchen verteilt. Die Zahl sinke aber. "Es scheint sich herumgesprochen zu haben", sagt Lander. "Wer sonst beim Brötchenholen falsch geparkt hat, verzichtet jetzt darauf. Sonst sind das teure Brötchen." Besonders betroffen von Falschparkern, vorwiegend von Zweite-Reihe-Parkern, sind Straßen in Flingern (Ackerstraße), Pempelfort (Moltke- und Derendorfer Straße) und Bilk (Heresbachstraße).

Auf den Weseler Mercedes-Fahrer kommen neben Abschleppkosten und Bußgeldverfahren nun möglicherweise auch noch Kosten der Rheinbahn zu. "Wir prüfen gerade, wie hoch die Kosten des personellen Aufwandes waren", sagt Lander.

(eler)
 
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