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Düsseldorf
Fast 4000 Stadt-Mitarbeiter scheiden altersbedingt aus

Düsseldorf. Das Konzept 2020, mit dem Oberbürgermeister Thomas Geisel die rund 10.000 Stellen im Rathaus um rund ein Fünftel reduzieren will, ist umstritten. Als Hauptargument führt der Rathaus-Chef demografische Gründe an: Weil in den nächsten Jahren weit mehr Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden, als durch Nachwuchs ersetzt werden können, müsse die Stadtverwaltung entsprechend angepasst werden.

Im Personalausschuss gab es gestern konkrete Zahlen: Demnach steigt das Durchschnittsalter der Stadtverwaltung seit Jahren, lag es 2006 noch bei 43,8 Jahren, waren es im vergangenen Jahr bereits 46,2. Die größte Altersgruppe seien die 46- bis 55-Jährigen mit fast 4000 Mitarbeitern, die bis zum Jahr 2030 in den Ruhestand treten. Am stärksten beteroffen ist in absoluten Zahlen das Dezernat 06 (Soziales, Schule, Sport, Jugend, Wohnen), wo in diesem Zeitraum 1441 der insgesamt 4845 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. Relativ ist das Dezernat 04 (Personal, Gesundheit) mit 43,3 Prozent der Belegschaft am stärksten betroffen. Nach Einzelbereichen sortiert ist Gesundheit mit 51,1 Prozent am stärksten betroffen, was auch Stellen von Amtsärzten betrifft, die schon jetzt schwer nachzubesetzen sind, und Schule/ Kultur mit 48,2 Prozent. Bei den Laufbahnen ist der höhere Dienst mit 50,3 Prozent am stärksten von der demografischen Entwicklung betroffen.

Gegengesteuert wird den Angaben zufolge mit Ausbildungs- und Personalplanung.

(dr)
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