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Düsseldorf
Feiern in der Lantz'schen Kapelle wird beliebter

Düsseldorf: Feiern in der Lantz'schen Kapelle wird beliebter
In der kleinen Kapelle von 1878 gibt es knapp 30 Sitzplätze. Damit ist das Gotteshaus ideal für Feiern im kleinen Haus. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Immer mehr Menschen wollen in dem kleinen Gotteshaus im Lantz'schen Park ein kirchliches Fest feiern oder an einer Führung teilnehmen. "In diesem Jahr werden dort bereits vier Taufen, eine Silberhochzeit und drei Hochzeiten gefeiert, sowohl in Zusammenarbeit mit der evangelischen wie auch der katholischen Kirchengemeinde", sagt Siegfried Küsel, Vorsitzender des Fördervereins Lantz'sche Kapelle. Dabei kommen die Gäste inzwischen nicht mehr nur aus dem Düsseldorfer Norden, sondern aus dem gesamten Stadtgebiet. "Immer mehr Menschen wollen ihre Feste in einem intimen und kleinen Rahmen begehen", so Küsel. Für rund 30 Personen gibt es in dem Gebäude Sitzbänke.

Aus dem Umland kommen schon seit einiger Zeit auch Teilnehmer von Führungen durch die kleine Kapelle von 1878. "Demnächst wird beispielsweise an der Lantz'schen Kapelle eine Pilgerwanderung einer Frauengruppe aus Bonn starten", sagt Küsel. Damit ist der Förderverein seinem Ziel, das kleine sakrale Gebäude für die Bevölkerung zu öffnen und bekannter zu machen, in den letzten Monaten ein großes Stück näher gekommen. Denn das Gotteshaus ist etwas Besonderes: Es wurde als Grabkapelle erbaut, in deren Gruft Mitglieder der Familie Lantz ruhen. Solche Memorialkapellen sind selten im deutschsprachigen Raum, in NRW findet man nur noch eine vergleichbare.

Ein weiteres Ziel des Vereins ist die vollständige Sanierung des Gebäudes, das sich seit 1972 im Besitz der Stadt befindet und sich viele Jahre mehr oder weniger selbst überlassen wurde. Regenwasser drang durch das undichte Dach ein und sorgte für erhebliche Schäden. Das Dach und die Außenfassade wurden inzwischen saniert, Reste alter Fresken freigelegt und die Sitzbänke überarbeitet. Aber um die Kapelle wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen, sind vermutlich noch 600.000 Euro notwendig. Die kann der Verein nicht alleine aufbringen, aber er will weiterhin durch das Sammeln von Spenden die Stadt unterstützen. Küsel: "Eigentlich wollten wir jetzt die Sanierung des Bodens in Auftrag geben, aber dort gibt es noch feuchte Stellen. Die Ursache muss erst geklärt werden."

(brab)
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