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Düsseldorf
Feierstunde zu Paul Spiegels 80. Geburtstag in Warendorf

Düsseldorf. Tief gerührt hat Gisèle Spiegel dieser Tage eine Einladung aus der Geburtsstadt ihres Mannes Paul erhalten: Der 2006 verstorbene Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland wäre morgen 80 Jahre alt geworden. Die Stadt Warendorf gedenkt an diesem Tag mit einer Feierstunde ihres Ehrenbürgers, und seine Witwe hat die Einladung gerne angenommen.

Vertreter der Stadt und der Politik, die Stolpersteinpaten aus Warendorf und Schüler des nach Paul Spiegel benannten Berufskollegs wollen auf dem Jüdischen Friedhof, auf dem seine Eltern beigesetzt sind, an ihn erinnern. Auch am früheren Standort der alten Synagoge, um deren Instandsetzung sich sein Vater Hugo nach seiner Heimkehr aus dem Konzentrationslager Dachau bemüht hatte, legen sie einen Kranz nieder. Die Spuren der Familie sind in Warendorf allgegenwärtig, heißt es.

Der frühere Düsseldorfer Rabbiner Julien Chaim Soussan, der jetzt in Frankfurt tätig ist und an dessen Berufswahl Spiegel großen Anteil hatte, würdigte den Verstorbenen als Sohn des Lebens, der den Zentralrat, aber auch die Stadt Düsseldorf, in der er gelebt hat, unvergesslich geprägt habe.

(sg)
 
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