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Düsseldorf
Fernwärme jetzt auch in Bilk verfügbar

Düsseldorf. Der Stadtteil soll zum Modellquartier für Fernwärme werden. Die Zuschüsse der Stadt liegen bei 2000 und mehr Euro. Die Wärme aus dem neuen Kraftwerk Lausward soll ein Baustein auf dem Weg zur CO2-neutralen Stadt sein. Von Thorsten Breitkopf

Die Stadt Düsseldorf plant, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Auf dem Weg dorthin kommen dem neuen hocheffizienten Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk "Fortuna" im Düsseldorfer Hafen und dem Ausbau der Fernwärmeversorgung im intelligenten Wärmenetz große Bedeutung zu. Im Rahmen des Förderprogramms "Klimafreundliches Wohnen und Arbeiten in Düsseldorf" unterstützt die Stadt in ausgewiesenen Vorranggebieten den Anschluss an das Düsseldorfer Fernwärmenetz mit 2000 bis 2500 Euro pro Anschluss. Im Zuge des Modellquartiers "Düsseldorf-Bilk" soll bei einem positiven Beschluss in der Ratssitzung am Donnerstag, 7. Juli, eine zusätzliche Förderung gewährt werden.

Für eine Anschlussleistung bis 25 Kilowatt ist ein Förderbetrag von 3500 Euro vorgesehen. Für eine Anschlussleistung zwischen 25 und 50 Kilowatt würde der Zuschuss 3250 Euro und bei mehr als 50 Kilowatt Anschlussleistung 3000 Euro betragen. Liegt der Hausanschluss mehr als zehn Meter von der Versorgungsleitung entfernt, wird sich die Förderung um bis zu 1000 Euro erhöhen.

"Wegen der besonderen strategischen Bedeutung der Fernwärme für Düsseldorf und die Stadtwerke haben wir vereinbart, im ,Modellquartier Bilk' herauszufinden, welche Informations- und Beratungsangebote und welche Förderung den weiteren Ausbau der klimafreundlichen Fernwärme besonders begünstigen. Wir wollen damit dem bereits erfolgreich verlaufenden Fernwärmeausbau einen zusätzlichen Schub verleihen", sagte die städtische Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Auch Manfred Abrahams, Vorstandsmitglied der Stadtwerke, sieht den Ausbau auf einem guten Weg: "Düsseldorfer Fernwärme hat den Primärenergiefaktor null und ist daher gesetzlich den Erneuerbaren Energien gleichgestellt. Es entfallen für Haushalte hohe Investitionen für eine neue Heizungsanlage und der Platzbedarf für Kessel, Brenner und gegebenenfalls Tank." Nur mit einem Fernwärmenetz in Verbindung mit dem im Bau befindlichen Fernwärmespeicher könne der Übergang auf eine CO2-neutrale Zukunft in der Landeshauptstadt gelingen.

Im Januar 2016 haben die Stadtwerke Düsseldorf das effizienteste und leistungsfähigste Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) der Welt auf der Lausward in Betrieb genommen. Im neuen Block "Fortuna" wird das eingesetzte Erdgas bei gleichzeitiger Strom- und Wärmeproduktion bis zu 85 Prozent ausgenutzt. Die Fernwärmeversorgung indes nutzt heißes Wasser zwischen 70 und 130 Grad Celsius, das im Rahmen des Verbrennungsprozesses im GuD ausgekoppelt wird. Dieses heiße Wasser wird über Rohre zum Kunden transportiert. Dort dient es der Heizung von Wohn- oder Nutzräumen und der Bereitstellung von heißem Wasser zum Duschen und Spülen. Infos unter 0211 89-25955 oder im Internet unter www.swd-ag.de.

Quelle: RP
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