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Einsatz für Obdachlose in Düsseldorf
Breiti verkauft doch keine Fiftyfifty vor Aldi

Fiftyfifty in Düsseldorf: Aktion mit Die toten Hosen abgesagt
Im Februar ließ sich Breiti (Mitte) von einem Verkäufer der Fiftyfifty dessen Sicht auf Düsseldorf erklären. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Der Gitarrist der Toten Hosen, Michael Breitkopf, wird am Donnerstag nicht wie geplant Obdachenlosenzeitungen vor der Aldi-Filiale an der Kö verkaufen. Die Macher des Straßenmagazins Fiftyfifty wollen mit der Absage den Konflikt mit Aldi beruhigen.

Die Absage der Protestaktion von Michael "Breiti" Breitkopf kommt kurzfristig, hat aber eine längere Vorgeschichte und soll die Zukunft der Zeitung nicht erschweren. Der Discounter Aldi-Süd hatte im Mai untersagt, vor den Geschäften des Unternehmens Zeitschriften zu verkaufen.

Aus Protest gegen dieses Verbot wollte Breiti am Donnerstag selbst die Zeitungen verkaufen. Doch jetzt wurde die Aktion wieder abgeblasen. Grund: Die Macher der Zeitung wollen sich mit der Absage die Möglichkeit der Verständigung mit dem Discounter nicht verbauen.

"Fiftyfifty"-Verbot: Das sind die Reaktionen

In einer Mitteilung von Fiftyfifty heißt es dazu: "Auch möchten wir noch einmal betonen, dass es nicht darum geht, sich mit Aldi als Gesamtorganisation zu streiten. Es geht vielmehr darum, die Geschäftsleitung von Aldi darum zu bitten, ihre Entscheidung noch einmal zu überprüfen, den Verkauf des Straßenmagazins vor den Filialen im Raum Düsseldorf nicht mehr zu gestatten."

Breiti unterstützt Fiftyfifty weiterhin und wird am Donnerstag den Medienvertretern in den Büros der Zeitung dazu Rede und Antwort stehen. Dort werden auch Fiftyfifty-Gründer Hubert Ostendorf und ein betroffener Verkäufer Auskünfte zur aktuellen Diskussion geben.

(lnw/ac)
 
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