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Düsseldorf
FiftyFifty warnt vor Betrügern

Düsseldorf. Der angebliche Magazin-Verkäufer steht vor einer Drogerie in Gerresheim, fällt durch Belästigungen auf und hat eine Ausgabe der Zeitschrift FiftyFifty dabei. Fälle wie dieser bereiten Hubert Ostendorf und seinem Team Kopfzerbrechen. Von Ludwig Krause

"Wir waren selbst schon sechsmal da, haben mit ihm gesprochen, sogar die Polizei war da. Er kommt aber einfach immer wieder und macht weiter", sagt der Geschäftsführer und Chefredakteur des Straßenmagazins. Falsche Verkäufer von Fiftyfifty bereiten dem Verein zunehmend Sorgen. "Wir gehen mit dem Thema offensiv um, weil das ein echtes Problem ist", sagt Ostendorf. "Jede Woche bekommen wir Beschwerden." Man habe bereits mit dem Ordnungsamt gesprochen, in Einzelfällen auch die Polizei eingeschaltet. Eine der Maschen: Menschen geben sich als Verkäufer des Magazins aus, um die Aufmerksamkeit von Passanten zu erhaschen, dann betteln sie um Geld oder werden aufdringlich.

Dabei bemüht sich der Verein sehr, die Verbreitung seines Obdachlosenmagazins nachvollziehen zu können - um schwarze Schafe in den eigenen Reihen auszuschließen. Alle Verkäufer müssen gut sichtbar einen Ausweis bei sich tragen, die Nummer darauf ist auf jedes ihrer Exemplare, das sie verkaufen, gestempelt. Überhaupt wird nur derjenige offizieller Verkäufer, der vorher eine Überprüfung durch einen der vier Streetworker durchlaufen hat. Außerdem werden an jeden Verkäufer nur zehn Ausgaben pro Lieferung übergeben.

Etwa 400 Fiftyfifty-Verkäufer gibt es in Düsseldorf. "Wir versuchen, die Zahl konstant zu halten, obwohl die Armut in der Stadt deutlich wächst", sagt Ostendorf. Der große Zulauf zu den Sozialangeboten des Vereins zeige das. "Wir versuchen, unseren Teil zum sozialen Frieden in der Stadt beizutragen."

Quelle: RP
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