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Düsseldorf
Fleermann spricht beim DGB

Düsseldorf. Der Leiter der Mahn- und Gedenkstätte war Redner beim DGB-Sommerfest.

Beim vierten Sommerfest des DGB im Gewerkschaftshaus an der Friedrich-Ebert-Straße erinnert als Gastredner Bastian Fleermann, Leiter der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte, an die Zeit der Arbeiterbewegung unter nationalsozialistischer Herrschaft. Die oft verbreitete Mär, die NS-Zeit habe den Deutschen Vollbeschäftigung gebracht, sei falsch. "Staatlicher Arbeitsdienst und Zwangsarbeit waren damals Alltag." Und Zwangsarbeiter unter SA-Bewachung hätten das Problem der Arbeitslosigkeit doppelt reduziert, da beide auf diese Weise einen Job erhalten hätten.

Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) mahnte an, die Schicksale der heute nach Düsseldorf Geflüchteten angesichts der Schrecken der Kriege ernst zu nehmen. Nach Fleermanns und Geisels Beiträgen sorgten der Kabarettist Wilfried Schmickler und der Saxophonist Vladi Nadtochii für Unterhaltung im Innenhof des Gewerkschaftshauses. DGB-Chefin Sigi Wolf begrüßte unter anderem Michael Szentei-Heise von der Jüdischen Gemeinde, Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch, Roland Schüßler (Chef der Arbeitsagentur) und Ingo Zielonkowsky (Leiter des Jobcenters) sowie zahlreiche Politiker, etwa Andreas Rimkus, Philipp Tacer, Matthias Herz (alle SPD) und den FDP-Landtagsabgeordneten Rainer Matheisen.

(tb)
 
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