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Düsseldorf
"Flingern in Love" Volltreffer für die Händler

Düsseldorf: "Flingern in Love" Volltreffer für die Händler
Nicole und Stefan Thiel hatten sich bei 485° niedergelassen. Für sie war es eine Rückkehr in die alte Heimat. FOTO: Endermann Andreas
Düsseldorf. Mehr shoppen, weniger Party: Rund um Ackerstraße und Hermannplatz hatte am Samstag ein gehobenes Publikum seinen Spaß. Von Uwe-Jens Ruhnau

Die Liebe ist größer als die Nacht: So lautet das Resümee der Händler von Flingern. Anders ausgedrückt: Die abendlichen Ausgehveranstaltungen "Flingern at Night" und "Flingern rollt den roten Teppich aus" haben auf das Szeneviertel rund um Ackerstraße und Hermannplatz aufmerksam gemacht, aber "Flingern in Love" ist ganz anders, dauerte von 11 bis 22 Uhr. "Alle sollten kommen können, ob Singles, Familien, jung oder alt", sagt Dea Spellbrink, die sich mit vier anderen Händlern das Konzept ausgedacht hatte, "und sie sind gekommen".

Wie lief der Tag ab? Es war ein gleitender Übergang zwischen dem Samstagseinkauf und Freizeit. Nach und nach wurden Kleiderständer auf die Straße geräumt, Tische und Bänke sowie Zelte für Schankanlage oder Grill aufgebaut. Dass sich der ein oder andere Trödler hinzugesellte, passte. Die Stimmung war entspannt, die Leute flanierten, ließen sich treiben, genossen die Atmosphäre und die Wärme. An der Ecke Beethoven/Damenwahl sorgte ein DJ für Stimmung.

"In Ratingen und Unterbach ist nichts los": Annika Schumacher (r.) und ihre Freundin Manuela FOTO: Endermann

Was sagen die Besucher? Die Zustimmung war groß, es waren sehr viele "Flingern-Touristen" unterwegs. "Wir mögen die Läden und die Leute", sagte Annika Schumacher, die in Ratingen wohnt und mit ihrer Freundin Manuela, die in Unterbach lebt, auf Streifzug war. "Das ist hier eine sehr lebendige Atmosphäre." Eva Stall freute sich, "dem biederen Neuss" entflohen zu sein. "Gut, dass die Geschäfte länger auf haben, das ist hier sonst samstags nicht so. Das sollte öfter der Fall sein." Peter Subat, mit dem sie nach dem Rundgang beim Vietnamesen einkehren wollte, lobte "das völlig andere Publikum - da ist man froh, nicht auf der Kö zu sein."

Düsseldorfer waren natürlich auch da, Nicole und Stefan Thiel beispielsweise, die früher in der Beethovenstraße wohnten und nun am Staufenplatz zusammengezogen sind. "Flingern ist sehr nett und entspannt", sagt Stefan Thiel, und auch er meint: "nicht so Kö", wobei damit wohl auch gemeint ist, dass es auf der Ackerstraße mittlerweile ziemlich edel zugeht - das etwas Abgerockte von früher, das Gefühl des aufkeimenden und vielversprechenden Neuen ist weg.

"Viel besser als die Kö": Eva Stall kommt aus Neuss, Peter Subat aus Benrath. FOTO: Endermann Andreas

Was sagen die Händler? "Alle, die mitgemacht haben, sind begeistert", sagt Bernd Mathea von der Werbegemeinschaft, "wir hatten ein tolles Publikum, gehoben und interessiert." Dea Spellbrink, die Designerin ist und das Geschäft Stoffwerke führt, ist als Initiatorin äußerst erfreut über das Urteil ihrer Kollegen. Wie gut das Geschäft lief, offenbart zum Beispiel die Bilanz von Frank Metzler, der im Geschäft "Plup" seine "Upcycling"-Produkte anbietet, etwa Handtaschen aus Dosenverschlüssen. "Dieser Tag gehört zu den Top 3 in fünf Jahren."

Quelle: RP
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