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Analyse
Flops

Das Wetter Ausgerechnet zum Zeitfahren am Samstag hat Düsseldorf einen der regnerischsten Sommertage seit Menschengedenken erwischt. Das kostete viele Zuschauer und vermieste große Teile des Rahmenprogramms. Genau, als der erste Fahrer an den Start ging, setzte der blöde Regen ein - und blieb bis zum Ende des Zeitfahrens. Kann keiner was für, war aber schon ein gewaltiges Pech. Sehr schade.

TV-Bilder Eine ärgerliche Folge des Wetters: Die Tourbefürworter hatten stets damit argumentiert, dass Düsseldorf über ein Panorama verfüge, mit dem es auf den Fernsehschirmen weltweit glänzen könne. Aber die Bilder der TV-Hubschrauber zeigten leider eine sehr graue Stadt. Das schmälert den viel beschworenen Werbewert der Tour vermutlich. Andererseits bildeten die vielen euphorischen Fans an der Strecke einen schönen Kontrast - Düsseldorf wirkte im Fernsehen zumindest wie eine Stadt, die sich auch vom Dauerregen das Feiern nicht vermiesen lässt. Ist doch auch eine schöne Botschaft.

Fan-Veranstaltungen Noch eine ärgerliche Folge des Wetters - und auch ein Manko in der Organisation: Die offiziellen Partys zur Tour fanden wenig Anklang. Auch am Sonntag, als das Wetter stabil war, war zum Beispiel am Landtag wenig los. Die Zuschauer gingen nach der Durchfahrt der Profis lieber ihrer Wege. Besser angenommen wurden die Videowände: Am Burgplatz oder am Kö-Bogen schauten sich viele das Rennen gemeinsam im Fernsehen an. Und sicher hätten noch viel mehr, wenn - ach, das Wetter.

Die Fahrradparkplätze Eigentlich gut, dass die Organisatoren auch an die Radfahrer gedacht haben. Aber wie viele haben sie erwartet? Vor allem im Hofgarten gab es völlig überdimensionierte Fahrradparkplätze - teilweise ohne ein einziges Rad. Sie wirkten wie ein Friedhof für Absperrgitter.

Zu erzwungene Aktionen Der Gedanke, im Vorfeld der Tour alle Kräfte zu bündeln, war grundsätzlich richtig, führte aber übers Ziel hinaus. Eine so hochkarätige Fotoausstellung wie im NRW-Forum schmückte das Vorhaben. Manches andere wirkte zu erzwungen - und drohte eher, eine Fahrradmüdigkeit zu befördern. Weniger wäre mehr gewesen. arl, hdf, tb

Quelle: RP
 
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