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Düsseldorf
Flossi-Haus ist Startplatz für Start-ups

Düsseldorf: Flossi-Haus ist Startplatz für Start-ups
Die dritte und vierte Etage des Flossi-Hauses am Medienhafen ist ab Sommer ein Gründerzentrum für Start-up-Unternehmen. FOTO: Gabriel, Werner
Düsseldorf. Am Medienhafen eröffnet im Sommer ein Zentrum zum Aufbau neuer, innovativer Unternehmen. Die künftigen "Start-ups" sollen durch die dort angebotenen Weiterbildungen und den Kontakt zu lokalen Unternehmen schnell wachsen. Von Oliver Burwig

Nicht weniger als einen "Meilenstein" für den Gründerstandort Düsseldorf sieht Oberbürgermeister Thomas Geisel im künftigen Gründerzentrum "Startplatz" am Medienhafen. Auf der dritten und vierten Etage des Flossi-Hauses sollen ab Juni auf 1000 Quadratmetern Arbeitsplätze und Projektbüros für Unternehmer mit neuen und innovativen Geschäftsideen und dem Wunsch nach schnellem Wachstum - sogenannte Start-ups - bezugsfertig sein. Um schnöde Büroflächen geht es den Initiatoren jedoch nicht: Der "Startplatz" soll kleine Unternehmer durch ihre Integration in ein bestehendes Netzwerk aus Experten, Geldgebern und Gleichgesinnten groß machen.

"Start-ups brauchen bezahlbare Flächen", sagte Geisel bei der Vorstellung des neuen Zentrums. Nicht weniger wichtig sei jedoch auch ein Ort, an dem sie eine gute Infrastruktur fänden, auf deren Basis sich "Unternehmen gegenseitig befruchten" könnten. Junge Unternehmer brächten viele Ideen mit, bräuchten aber auch Kapital. In der Stadt gebe es "eine Menge Banken und wohlhabende Individuen", die sich als sogenannte "Business Angels", also Investoren und Projektpartner, betätigen könnten. "Es ist wünschenswert, dass sie sich als Akzeleratoren einbringen", sagte Geisel. Gleichzeitig seien die ansässigen Unternehmen wiederum potenzielle Kunden für die neuen Start-ups.

"Das Zentrum soll ein Katalysator für die Gründerszene sein", sagte Lorenz Gräf, der den "Startplatz" in Kooperation mit der städtischen Wirtschaftsförderung einrichtete. Neben Köln ist Düsseldorf schon der zweite Standort für ein solches Zentrum. "Junge Gründer dürfen sich nicht immer nur mit Beratern und Unternehmern verabreden, sie müssen sich auch fußläufig und im Alltag begegnen", sagte Gräf. In der Vergangenheit habe Düsseldorf es "zu gut" gehabt, eine Förderung von besonderen Existenzgründern sei mittlerweile nötig geworden. Dabei spreche er nicht vom "Friseursalon" oder einer "Anwaltskanzlei", sondern schnell wachsenden Unternehmen, die in kurzer Zeit eine Mitarbeiterzahl von 100 und mehr erreichen. "Wir wollen, dass die Ideen auch in mittelständischen Unternehmen noch funktionieren", sagte Gräf. Zu diesem Zweck verhelfe der "Startplatz" den Gründern in kürzester Zeit zu Expertenwissen und einer Vernetzung mit Investoren und potenziellen Kunden - in einem Maße, das "normalerweise erst nach vielen Jahren" möglich sei.

Auch die Wirtschaftsförderung der Stadt wird einen Standort im Gründerzentrum haben. "Als operativer Arm der städtischen Start-up-Initiative müssen wir am Puls der Szene sein", sagte Uwe Kerkmann vom Amt für Wirtschaftsförderung. Als Teil einer Infrastruktur, die schnelle Auskünfte sichern soll, stelle die Wirtschaftsförderung eine Schnittstelle der Verwaltung im "Startplatz" dar. "Düsseldorf gilt als eine Stadt der kurzen Wege", sagte Kerkmann. Daher sehe er in dem "Konzentrationspunkt", den das Gründerzentrum bilden soll, einen "guten Ansatz".

Auch OB Thomas Geisel hob den neuen Standort im Medienhafen positiv hervor, der einen "hippen Standard" biete. "Gründer brauchen einen Ort, an dem Ideen frei gehandelt werden", sagte Geisel. Schon jetzt nähmen viele junge Menschen Düsseldorf als Start-up-Standort wahr, es bestehe jedoch noch "Luft nach oben". "Es geht immer noch ein bisschen besser", sagte Geisel.

Quelle: RP
 
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