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Düsseldorf
Flucht eines Einbrechers endet im Sumpf am Altrhein

Düsseldorf: Flucht eines Einbrechers endet im Sumpf am Altrhein
Aus diesem Wasserloch zogen Polizisten einen Einbrecher, der sich in das Naturschutzgebiet in Garath geflüchtet hatte. FOTO: Anne Orthen
Düsseldorf. Zwei polizeibekannte Einbrecher sind in der der Nacht zu gestern erst von Anwohnern bemerkt und dann auf der Flucht gestellt worden. Bei der Festnahme des einen leistete ein Wasserloch am Altrhein der Polizei gewissermaßen Amtshilfe.

Die Nachbarn an der Johannes-Radtke-Straße in Garath hatten am späten Samstagabend Geräusche aus einem Haus gehört und die Polizei alarmiert. Als die Beamten eintrafen, waren bereits zwei Männer aus dem Haus in Richtung Naturschutzgebiet gerannt. Die Polizei umstellte das gesamte Areal zwischen Peter-Behrens-Straße und Altrhein und holte den Polizeihubschrauber Hummel 4 zur Unterstützung. Aus der Luft wurde einer der Verdächtigen auf der Franz-Hitze-Straße entdeckt. Der 23-Jährige versuchte, sich in einem Carport zu versteckten, leistete aber keinen Widerstand, als er dort festgenommen wurde. Sein zwei Jahre älterer Komplize wurde vom Hubschrauber aus im Bereich Urdenbacher Kämpe gesichtet. Am Boden verfolgten die Beamten ihn über den Stümpeweg zum Altrhein, wo der Verdächtige an einem Wasserloch hüfthoch im Morast steckte. Dass er sich seinen schwarzen Pullover übers Gesicht zog, um sich unsichtbar zu machen, nützte nichts, die Polizisten entdeckten ihn und zogen ihn aus dem Sumpf - wogegen er sich dann auch nicht mehr wehrte. Wie sich später herausstellte, war das bereits einschlägig polizeibekannte Duo durch einen Wintergarten in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Den Schmuck, den sie dort entwendeten, stellten die Beamten bei der Festnahme sicher.

Erst am Vorabend hatte die Polizei bei einer stadtweiten Großrazzia unter anderem die Wohngebiete besonders kontrolliert, in denen sich in den vergangenen Wochen Einbrüche gehäuft hatte. Dabei wurden auch Autofahrer auf den Zufahrtsstrecken kontrolliert. Parallel dazu überprüften die Beamten 92 Gäste von Hotels, die als Täter-Absteigen bekannt sind. Gegen zwei der Kontrollierten lagen Haftbefehle vor.

(sg)
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