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Düsseldorf
Flüchtlingsbeauftragte will Zuweisungen verhindern

Düsseldorf. Die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch übt scharfe Kritik an der Landes- und Bezirksregierung, weil Düsseldorf immer noch weitere Flüchtlinge zugeteilt werden. "So wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen", sagte Koch bei einem Bürgerforum in Hassels. "Andere Kommunen haben Leerstand und wir kommen in Düsseldorf kaum hinterher." Wenn die Bezirksregierung Arnsberg Anfang Juli wieder 170 Menschen pro Woche zuteile, werde man das nicht akzeptieren. "Ich werde das verweigern", so Koch auf der Veranstaltung im Düsseldorfer Süden. "Die Leute kommen dann direkt nach Grevenbroich, dort gibt es noch Plätze."

Hintergrund ist ein seit Monaten schwelender Streit. Düsseldorf gehört zu wenigen Kommunen, die trotz massiv weniger Neuankünften in NRW immer noch Flüchtlinge zugeteilt bekommen. Denn die Stadt hat die Quote, die sich vor allem aus der Einwohnerzahl errechnet, noch nicht erfüllt. Zu den derzeit rund 7200 Flüchtlingen müsste demnach noch eine vierstellige Zahl dazukommen. Nach dem Brand der Unterkunft in der Messehalle hat die Bezirksregierung Arnsberg vorübergehend einen Aufnahmestopp angeordnet. Anfang Juli sollen aber wieder 170 Menschen pro Woche kommen. Die Flüchtlingsbeauftragte beklagt, dass Düsseldorf trotz massiver Bemühungen nicht genügend Plätze vorhalten kann.

(maxk/arl)
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