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Düsseldorf
Flüchtlingshelfer setzen ein Zeichen

Düsseldorf: Flüchtlingshelfer setzen ein Zeichen
Auf dem Burgplatz feierten die Teilnehmer mit Musik und Tanz ein Fest zugunsten der Flüchtlingshilfe. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Düsseldorf. Eine gute Nachricht hatte sich bei den ehrenamtlichen Helfern am Flughafenbahnhof bereits unter der Woche verbreitet. Denn nach einem Gespräch mit Vertretern der Bezirksregierung Arnsberg ist klar, dass sie Flüchtlingen dort auch weiterhin helfen dürfen. Von Maximilian Krone

Düsseldorf wird zum einzigen zentralen Ankunftsort für Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen und somit übernimmt die zuständige Bezirksregierung die Aufsicht über das Drehkreuz am Flughafen von der Stadt Düsseldorf. "Uns wurde in dem Gespräch gesagt, dass man gerne mit den rund 200 Ehrenamtlern und Übersetzern weiter arbeiten möchte", sagt Helferin Agnes Kilian am Rande einer Demonstration der Flughafen-Helfer unter dem Motto "Wir wissen: Wir sind die Welt". Rund 500 Menschen waren am Samstag dem Aufruf der Ehrenamtler gefolgt.

Trotz oder vermutlich auch gerade wegen einiger Drohungen aus der rechten Szene in sozialen Netzwerken, die Veranstaltung stören zu wollen, setzen die Teilnehmer auf dem Burgplatz mit einem bunten Programm ein klares Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Die Veranstaltung war eine von vielen, die zeitgleich unter anderem auch in Passau, Dortmund oder Köln stattfand. "Nach den Ereignissen von Clausnitz wollen wir damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen", sagt Kilian. Eine wirkliche Protestveranstaltung war es indes aber nicht. Vielmehr feierten die Teilnehmer nach anfänglichen technischen Problemen mit Musik und Tanz ein Fest zugunsten der Flüchtlingshilfe.

Immer wieder stimmten sie den Song "We are the World" an und sorgten so auch bei den vielen Besuchern der Rheinpromenade für Aufmerksamkeit. "Wir wollen bewusst keine großen Reden halten oder gegen etwas sein, sondern vielmehr durch die vielen Künstler und die Musik auf uns aufmerksam machen", sagt Agnes Kilian.

Neben den Helfern vom Bahnhof unterstützen auch zahlreiche weitere Initiativen mit Plakaten, Fahnen und Verkleidungen die Aktion, an der auch Flüchtlinge zahlreich teilnahmen. Eine Störung der Veranstaltung durch rechte Gruppen blieb derweil aus.

Quelle: RP
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