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Ausbau auf 15.000 Kubikmeter
Flughafen baut riesiges Tanklager

Ausbau auf 15.000 Kubikmeter: Flughafen baut riesiges Tanklager
Das Tanklager des Flughafens heute. Diese hier zu sehenden Tanks werden verschwinden und durch größere ersetzt. Außerdem rückt man näher an die benachbarte Bahnlinie heran, damit man Züge als Kerosin-Transporter nutzen kann. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Bisher gibt es einen Vorrat von 4600 Kubikmetern Kerosin. Künftig will der Airport in neuen Behältern 15.000 m³ vorhalten, weil er mit stark wachsender Nachfrage rechnet. Die Anlieferung des Sprits soll stärker auf der Schiene ablaufen. Air Berlin und Lufthansa beteiligen sich. Von Hans Onkelbach

In wenigen Monaten wird es unmittelbar neben dem Flughafen eine neue Baustelle geben: Gebaut wird ein neues, viel größeres Tanklager für die Kerosin-Behälter, aus denen täglich der Sprit für die Flieger gezapft wird. Derzeit hat man eine Vorratskapazität von 4600 Kubikmetern. Das reicht aus, um den Bedarf von wenig mehr als einem Tag zu decken. Daher gibt es auch einen regen Pendelverkehr aus Raffinerien Richtung Flughafen Düsseldorf. Täglich rollen 100 Lastwagen mit Tank-Aufliegern an, um die Vorräte an Treibstoff stets auf einem Niveau zu halten, das keine Engpässe aufkommen lässt.

Künftig wird sich die Karawane dieser Lkw drastisch verkleinern. Denn nach dem Neubau und Vergrößerung der Kapazität setzt der Airport vor allem auf die Schiene, um die Lager am Flughafen stets gefüllt zu halten. Dafür wird das neue Tanklager an die vorhandene Bahnverbindung herangelegt und es wird eigens eine Verladestation errichtet. Nach Abschluss der Bauarbeiten, die 2012 im Frühjahr beginnen und Mitte 2013 abgeschlossen sein sollen, ist Platz für 15 000 Kubikmeter Sprit.

Derzeit werden pro Jahr in Düsseldorf rund 750 000 Kubikmeter Kerosin angeliefert und an die Flieger geschafft. Bis zum Jahr 2034 rechnet man damit, dass diese Menge sich auf knapp 1,2 Millionen Kubikmeter vergrößern wird. Hintergrund ist die Kalkulation, dass die Zahl der Flugbewegungen durch bessere Nutzung der Kapazitäten steigt oder häufiger größere Flieger eingesetzt werden, die mehr Sprit an Bord nehmen können.

Das gesamte Projekt "Neues Tanklager" soll von einer neu zu gründenden Firma umgesetzt werden, die Flughafen Düsseldorf Tanklager GmbH heißen wird. Daran ist der Flughafen mit 40 Prozent, Air Berlin und Lufthansa zusammen mit 30 Prozent beteiligt. Die verbleibenden 30 Prozent teilen sich Mineralöl-Gesellschaften. Dass sich solche Unternehmen beteiligen, ist üblich. Auch an den Firmen, die derzeit noch die Spritversorgung am Flughafen organisieren, sind Mineralölgesellschaften und auch die Lufthansa beteiligt. Von den Tanklagern wird der Brennstoff per Leitung auf das Vorfeld des Flughafens geschafft, häufig aber auch noch in Tankwagen, die direkt neben das Flugzeug rollen und den Sprit dann hinüberpumpt.

Der Rat wird in seiner nächsten Sitzung über dieses Projekt in nichtöffentlicher Sitzung entscheiden. Es gilt als sicher, dass sich dafür eine Mehrheit findet.

Quelle: RP
 
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